Eine Forschergruppe um David Nogués-Bravo von der Universität Kopenhagen kann belegen, dass es Klimaveränderungen waren, die in den letzten 50 000 Jahren zum Massenaussterben von Säugetieren geführt haben – und nicht menschliche Einflüsse, wie die sogenannte Jagd- oder «Overkill»-Theorie besagt. Die Temperaturschwankungen haben sich offenbar nicht überall gleich ausgewirkt: In Afrika überlebten mehr Arten als in Europa, Nordamerika und Asien. Dies erklärt auch die heutige Vielfalt der afrikanischen Fauna mit ihren Nashörnern, Giraffen und Elefanten.

Dass ein rascher Temperaturanstieg oder -abfall dramatische Folgen haben kann, zeigt das aktuelle Beispiel des Korallensterbens. Das Hauptproblem bei den grossen Sterbewellen von damals und heute: Sie löschen ganze Lebensformen aus und reissen gewaltige Lücken in die Tier- und Pflanzenwelt. Das sind Leerstellen, die nicht so leicht wieder aufgefüllt werden können.