«Umweltlabels halten nicht immer, was sie versprechen», sagt Marcel Bachmann vom Touring-Club Schweiz (TCS). Mit der Reifenwahl lässt sich zwar der Benzinverbrauch um bis zu 0,3 Liter pro 100 Kilometer verringern. Das rechnet sich bei einer Fahrleistung von 40'000 Kilometern sowohl für die Umwelt wie auch fürs Por­te­monnaie. Tests des TCS und auch der deutschen Zeitschrift «Auto­Bild» zeigen aber übereinstimmend, dass der Benzinverbrauch mit ­Energiespar-Reifen (etwa von Firesto­ne oder Kenda) kaum von demjenigen mit normalen Pneus abweicht.

Entscheidend – auch bei Öko-Pneus – ist aber auch die Sicherheit. Sie erweist sich als eigentliche Knacknuss für die Hersteller: Je ­geringer der Roll­widerstand ­ei­nes Pneus ist, desto geringer ist der Energie­verbrauch beim Fahren – aber auch die Bodenhaftung; die Bremswege werden markant länger.

Am besten mit diesem Widerspruch klar­zu­kommen scheint der «Energy Saver» von Michelin: «AutoBild» attestiert ihm den «niedrigsten Durch­schnittsverbrauch» sowie «über­zeugen­de Sicherheitsreserven». Auch der TCS erteilt dem Reifen Bestnoten. Darüber freut sich insbesondere der TCS-Projektleiter Marcel Bach­mann: «Michelin hat den Reifen aufgrund des mässi­gen Abschneidens in frü­he­ren TCS-Tests mas­siv nachgebessert.»

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