Wie ein Bauer aus seinem Hof ein rentables Unternehmen macht, woher die Milch kommt und wie sie in den Supermarkt gelangt: All das können Jugendliche spielend erfahren. Bauernhofspiele gibts zuhauf. Unter ihnen ist das 2008 erschienene PC-Spiel «Der Landwirtschafts-Simulator» ein Erfolg. Während sich Eltern auf dem Land fragen: «Warum soll mein Kind vor dem PC sitzen, wenn es all das auch vor der Haus­tür erleben kann?», soll es in Städ­ten ja Kinder geben, denen Nachhilfeunterricht nichts schaden kann.

Was ökologisches Bewirtschaf­ten von Feldern bedeutet, werden sie aber kaum lernen. Denn im «Landwirtschafts-Simulator» werden nicht Tiere und Pflanzen mit Liebe zum Detail dargestellt, sondern die Traktoren und Mähdrescher der Marke Fendt. Mehr Interesse an der Natur zeigen die «Einsatz Erde»-Spie­le, die in Zusam­menarbeit mit dem WWF entstanden sind. In «Die Tierretter», «Insel in Gefahr» und «Rettet die Meeres­tiere» lernen Kinder allerlei über Ökosysteme. Die Herstellerin Ubi­soft überwies dem WWF 100'000 Euro für Projekte auf Borneo. Ein bemerkenswerter Einsatz für eine Firma, die ihr Geld mitunter mit Spielen verdient, in denen Kinder das Schiessen lernen.