1. Was ist Bioinspecta?

b ist richtig: Bioinspecta im aargauischen Frick ist die wichtigste Kontrollstelle der Schweiz für Bioprodukte. Das Unternehmen prüft im Auftrag der verschiedenen Labelinhaber, ob die Produzenten die Kriterien der biologischen Landwirtschaft einhalten (zum Beispiel artgerechte Tierhaltung, Verbot von Hormonen und Antibiotika sowie Verzicht auf synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel).

2. Welcher Salat hat im Winter Saison?

a ist richtig: Chicorée. Kopfsalat sollte im Winter nicht konsumiert werden, da er mit viel Energieaufwand im Gewächshaus angebaut werden muss. Auch der Eisbergsalat ist trotz seinem winterlichen Namen kein Wintergewächs. Chicorée hingegen schon. Er wird zwar im Sommer angepflanzt, das Austreiben der Wurzeln zu den Kolben erfolgt aber im Winter in dunklen, kühlen und feuchten Räumen ohne übermässigen Energieaufwand.


3. Um durchschnittlich wie viel Prozent sind Milch und Milchprodukte aus Bioproduktion im Vergleich zu konventionellen Produkten teurer?

b ist richtig: Zwar gibt es in der Schweiz keine genauen Untersuchungen zu den Preisunterschieden zwischen Bio- und konventionellen Produkten, aber gemäss Angaben des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) liegt der Aufpreis für biologisch produzierte Milch und Milchprodukte bei rund 20 Prozent. Trotz der eher kleinen Differenz gerade bei dieser Warengruppe haftet sämtlichen Bioprodukten immer noch ein Hochpreisimage an, das viele Konsumenten davon abhält, diese zu kaufen.

 
4. Wofür steht das Kürzel GVO?

a ist richtig: gentechnisch veränderte Organismen. Mit GVO werden alle Organismen bezeichnet, deren Erbanlagen mit Hilfe von Gentechnik verändert wurden, um sie mit bestimmten Eigenschaften auszustatten. Ein Beispiel ist etwa gentechnisch verändertes Getreide, das gegen bestimmte Schädlinge oder Krankheiten resistent ist. Ein Grossteil der Konsumenten steht Lebensmitteln aus solchen Organismen kritisch gegenüber. Ihre Verwendung ist in der Schweiz streng geregelt und muss deklariert werden.

5. Um wie viel höher ist die Umweltbelastung durch die Herstellung von Mineralwasser in Flaschen gegenüber Leitungswasser maximal?

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c ist richtig: 1000-mal. Das Abfüllen, die Lagerung und der Transport von Mineralwasser ist sehr aufwendig. Insbesondere der Transport über weite Strecken belastet die Umwelt im Vergleich zum Leitungswasser stark. Die Qualität des Leitungswassers ist in der Schweiz fast überall ebenso gut wie die von Mineralwasser. Und wer gern Kohlensäure hat, kann sie mit einem Sprudelgerät selber zusetzen.


6. Wie viel Liter Erdöl für Produktion und Transport stecken in einem Bund Spargeln aus Mexiko?

b ist richtig: 5 Liter. Um die Konsumentinnen und Konsumenten möglichst früh mit frischen Spargeln bedienen zu können, lassen die Grossverteiler heute grosse Mengen Spargeln aus Übersee einfliegen. Insbesondere der Flugtransport beeinflusst die Ökobilanz negativ. Zum Vergleich: In einem Bund Schweizer Spargeln stecken gerade einmal 0,3 Liter Erdöl.


7. Was versteckt sich hinter dem Begriff Goût Mieux?

b ist richtig: Restaurants mit möglichst naturnaher Küche. Seit fünf Jahren zeichnet der WWF Restaurants, die so weit als möglich mit frischen, saisonalen Produkten kochen und wo möglich auch Bioprodukte verwenden, mit dem Label Goût Mieux aus. Ein kleiner Restaurantführer und eine Website mit Suchfunktion erleichtern das Finden der Restaurants: http://www.goutmieux.ch

8. Was beinhalten die sogenannten Basler Kriterien?

a ist richtig: die Richtlinien für die Sojaproduktion aus umwelt- und sozialverträglichem Anbau. Soja ist ein wichtiges Futtermittel für Nutztiere. Der steigende Fleischkonsum hat die Nachfrage nach Soja in den letzten Jahren ansteigen lassen. Nicht selten wird Soja auf Feldern angebaut, die durch Raubbau am Regenwald entstanden sind. WWF und Coop haben deshalb vor drei Jahren die «Basler Kriterien» erarbeitet. Soja, das diesen Kriterien entspricht, wird unter dem Namen Proforest in die Schweiz importiert.

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9. Wofür steht das Label FSC?

b ist richtig: FSC steht für Forest Stewardship Council. Das ist ein internationales, breit abgestütztes Zertifikat für nachhaltig bewirtschaftete Wälder und die Dachmarke von vier Produktlabels («FSC 100%», «FSC Recycling», «FSC Mix» und «FSC Mix Recycling») für Holz und Holzprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern oder aus Recyclingfasern. Unabhängige Kontrollstellen überwachen den Weg des Holzes vom Wald bis zum Endprodukt.

10. Welches der folgenden Beleuchtungsmittel braucht am wenigsten Energie?

c ist richtig: Fluoreszenzleuchte. Die mit Gas gefüllte Leuchtröhre, im Volksmund Neonröhre genannt, gehört, gemessen an der Lichtausbeute, zu den sparsamsten Lampen. Sie braucht bis zu fünfmal weniger Strom als eine normale Lampe mit gleicher Leuchtkraft und hat erst noch eine zehnmal längere Lebensdauer. Nach demselben Prinzip wie die Fluoreszenzleuchte funktionieren auch die Energiesparlampen.


11. Wie viel Waldfläche – gemessen in Fussballfeldern – muss täglich gefällt werden, um den Bedarf der Schweiz an WC- Papier abzudecken?

b ist richtig: 32 Fussballfelder. Diese Waldfläche muss jeden Tag abgeholzt werden, um unser WC-Papier herstellen zu können, da 90 Prozent des WC-Papier-Angebots aus Frischfasern hergestellt wird. Nur gerade zehn Prozent des täglichen Verbrauchs bestehen hingegen aus Recyclingpapier. Wenn Sie die Umwelt schonen wollen, lohnt es sich, Papier mit hohem Recyclinganteil zu verwenden. Bevorzugen Sie Papier ohne Recyclinganteil, sollten Sie darauf achten, dass es mit dem FSC-Label gekennzeichnet ist. Nur so haben Sie die Gewissheit, dass das Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt.

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12. Was ist graue Energie?

b ist richtig: Für die Erstellung der Ökobilanz eines Produkts zählen nicht nur die verwendeten Materialien, sondern auch die Energie für Herstellung, Transport und Entsorgung – die sogenannte graue Energie. Insbesondere der Transport von Gütern über sehr weite Strecken und mit dem Flugzeug führt zu einem hohen Anteil grauer Energie in einem Produkt.

13. Wie alt muss ein Kühlschrank mindestens sein, damit sich aus ökologischen wie auch finanziellen Erwägungen der Ersatz des Geräts lohnt — selbst wenn es noch voll funktionstüchtig ist?

a ist richtig: Gemäss Studien des Bundesamts für Energie lohnt es sich nicht nur aus ökologischen Gründen, einen über zehnjährigen Kühlschrank durch ein neues Gerät zu ersetzen, sondern auch aus finanziellen Überlegungen: Die Kosten für den vorzeitigen Neukauf werden durch die Einsparungen bei den Stromkosten wettgemacht.

14. Welches der folgenden Reinigungsmittel belastet das Abwasser am wenigsten?

b ist richtig: Mikrofasertuch. Mikrofasertücher bestehen aus feinsten synthetischen Fasern. Sie werden nur mit Wasser, also ohne zusätzliche Reinigungsmittel angewendet und helfen, glatte Oberflächen wie Fenster, Spiegel, Lavabos oder Chromstahl striemenfrei zu säubern.


15. Wie viele Autokilometer legen Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten pro Jahr für den Einkauf im nahen Ausland zurück?

c ist richtig: Gemäss einer Studie von Coop liegt die durchschnittlich zurückgelegte Strecke einer Einkaufsfahrt ins Ausland bei 60 Kilometern. Aufs Jahr hochgerechnet, macht dies insgesamt 1,5 Milliarden Kilometer aus.


16. Was versteht man unter dem Begriff Naturemade Star?

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a ist richtig: ein Label für ökologische Stromproduktion. Als Kundin oder Kunde der Elektrizitätswerke haben Sie heute die Möglichkeit, Strom aus unterschiedlicher Herstellung zu wählen. Wer besonderen Wert auf eine ökologische Herstellung legt, wählt Strom mit dem Label Naturemade Star. Dieses kennzeichnet Ökostrom, dessen ökologischer Mehrwert durch die Erfüllung strenger Kriterien nachgewiesen ist.