Der ausrangierte amerikanische Forschungssatellit UARS (Upper Atmosphere Research Satellite) stürzt auf die Erde zu. Zum grössten Teil werde das Wrack bei Eintritt in die Atmosphäre verglühen. Nach einer Simulation der NASA sei jedoch damit zu rechnen, dass 26 Trümmerteile voraussichtlich am späten Freitagabend oder in der Nacht zum Samstag die Erde treffen – wo genau, ist noch unklar.

Das Risiko, dass der Satellit in der Schweiz niedergeht und es beim Absturz zu Schäden kommt, wird gemäss Nationaler Alarmzentrale (NAZ) im Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS als «äusserst gering» eingeschätzt. Gemäss NASA sei es seit Beginn der Raumfahrt in den späten 50er Jahren noch nie zu Schäden oder Verletzungen durch herabstürzenden Weltraumschrott gekommen.

Die Bevölkerung muss laut NAZ keine Massnahmen treffen. Wer Trümmerteile findet, die von dem Satelliten stammen könnten, soll sie auf keinen Fall anfassen, da sie sehr scharfe Kanten haben können, warnt die Behörde. Stattdessen sei die Polizei zu verständigen.

Die NAZ verfolgt laufend die Lage und publiziert neue Informationen auf ihrer Website www.naz.ch.

Der Forschungssatellit UARS war 1991 vom US-Space-Shuttle Discovery in den Orbit gebracht worden, von wo er Daten zur Erforschung der Ozonschicht und Erdatmosphäre zur Erde sendete. Seit 2005 ist der Satellit ausser Betrieb und kreiste als Weltraumschrott durchs All.

Dieses NASA-Video aus dem Jahr 1999 erklärt Details der Upper-Atmosphere-Research-Satellite-Mission (Englisch).

Die Filmsequenz stammt vom 19. August 2011 von der Raumstation ISS. Sie beginnt über Alaska und führt dann über San Francisco. Die NASA schreibt dazu, wer genau hinschaue, könne sogar die Golden Gate Bridge sehen: als kleine Lichterkette kurz vor dem Lichtermeer San Franciscos dicht an den Wolken rechts im Bild. Auch die Gewitter sind gut zu erkennen. Quelle und weitere Videos: NASA Video Gallery

Wissenswertes zu Gefahren aus dem All finden Sie auf der Website der Europäischen Weltraumbehörde ESA: Wissen, was im All passiert