Untersuchun­gen zeigten, dass «89 Prozent dieser Haustiere Salmonellenträger und -ausscheider sind», schreibt Werner Handrick, Spezialist für Infektionserkrankungen am Frankfurter Institut für Medizini­sche Diagnostik.

Nachgewiesen sind die Erreger bei Leguanen, Agamen, Geckos, Schildkröten, Salamandern, Eidechsen, Chamäleons und Schlangen. Handrick geht davon aus, dass drei bis sieben Prozent aller Salmonellenerkrankungen mit Reptilienhaltung in Zusammenhang stehen. In der Schweiz wären das 50 bis 120 Fälle pro Jahr.

Betroffene – meist Kleinkin­der und Säuglinge – erkranken an Enteritis, einer Entzündung des Darms, und landen oft mit Komplikatio­nen wie Blutvergiftung, Hirnhautentzündung, Entzündungen des Knochenmarks oder eitriger Gelenkentzündung im Spital.

«Die Übertragung der Salmo­nellen», so Handrick, «erfolgt durch Kontakt mit den ­Tieren oder über die Hände der Familienmitglieder.» Deshalb: keine Reptilien in Haushalten mit Kindern unter fünf Jahren.