Seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Schweiz in der Lage, sich selbst mit Salz zu versorgen. Denn 1836 wurden die grossen Salzvorkommen in der Nordwestschweiz entdeckt. Zuvor hatte es nur die Saline in Bex gegeben, die heute noch die Waadt ver­sorgt. Da diese nur ­einen kleinen Teil des landesweiten Bedarfs abdeckte, mussten die Eidgenossen den grössten Teil des benötigten Salzes importieren.

Die Entdeckung der Lager in der Nordwestschweiz beendete die Zeit des Mangels. 1909 ha­ben sich mehrere Förderunternehmen zu den Vereinigten Schweizer Rheinsalinen zusammengeschlossen. Sie gehören den Kantonen (ohne Waadt), Liechtenstein und der deutschen Südsalz. Die Salz­produktion der Rheinsalinen ist in den letzten hundert Jahren um das Achtfache gestiegen: 1909 waren es 52'000 Tonnen, 1959 bereits 134'000 und im Jahr 2008 sogar 396'000 Tonnen. In Rekordjahren – so etwa 1999 oder 2005 – beträgt die Produktion mehr als 500'000 Tonnen.

1956 wurden erstmals vereiste Strassen mit Salz aufgetaut. Heute bildet Auftausalz mit rund 40 Prozent den Hauptteil des Verbrauchs. Der Wechsel zwischen strengen und milden Wintern führt zu grossen Verbrauchsschwankun­gen – wobei es wie die­ses Jahr zu Versor­gungsengpässen kommen kann. Spei­se­salz dagegen macht noch zehn Prozent der verkauften Men­ge aus. Von 1994 bis 2008 sank der jährliche Speisesalzabsatz von 45'000 auf 40'000 Tonnen.

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Infografik: Daniel Röttele

Quelle: Stock-Kollektion colourbox.com