Besonders beeindruckend sind die Massenwanderungen der Schneeflöhe in unseren Wäldern. Im Winter formieren sich Millionen dieser Tierchen zu gräulich violetten Teppichen. Auf der Suche nach Nahrung krabbeln sie synchron über den Waldboden und erklimmen Baumstämme, wo sie Algen von der Rinde nagen. Ist ein Baum abgeweidet, zieht die Herde weiter. Zurück bleibt eine grünliche Spur im Schnee: der chlorophyllhaltige Kot.

Im Winter fühlen sich Schneeflöhe wohl, und dank eingebautem Frostschutz überleben sie selbst Tem­peratu­ren von minus 20 Grad. Den Sommer verschlafen die ein bis zwei Millimeter kleinen Ur-Insekten. Blut saugen sie übrigens keines. Ihren Namen verdanken sie der enormen Sprungkraft.