Sie sind zirka 50'000-mal kleiner als der Durchmesser eines Menschenhaars, und sie haben verblüffende Eigenschaften: Nanopartikel werden in der Industrie, der Medizin und der Kosmetikbranche vermehrt eingesetzt – für wasserabweisende Textilien, keimtötende Kosmetika, UV-Strahlung absorbierende Sonnencremen oder für Farben, die Oberflächen eine selbstreinigende, kratzfeste oder keimtötende Beschichtung verleihen.

Die Auswirkungen der Nanopartikel auf die Umwelt sind noch kaum erforscht. Sicher ist: Weil sie so klein sind, können sie einfach in den Körper gelangen, wo sie möglicherweise ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Wie eine neue Studie des Wasserforschungsinstituts der ETH (Eawag) zeigt, landen die Winzlinge vermehrt auch in Schweizer Gewässern. Die Eawag-Resultate sind brisant, denn sie weisen erstmals nach, dass die am häufigsten verwendeten Silbernanopartikel die Photosynthese bei Algen hemmen.

Doch das ist nicht das Hauptproblem: Die Nanopartikel durchdringen auch die Zellwände der Algen und werden von den Zellen aufgenommen. Was die neuen Stoffe dort bewirken, ist noch unklar und soll nun weiter erforscht werden. 

Weitere Infos zu Rückständen im Wasser: www.eawag.ch