Am effizientesten kann man, so die The­se der Forscher, ein Ökosystem mit Eingriffen in die Nahrungskette (Futter­mangel) zum Absturz brin­gen. Zwölf solcher Ketten mit mindestens 25 und maximal 124 Gliedern (Tiere und Pflanzen) wurden getestet. Um die Bedeutung der einzelnen Arten in der Kette zu bestimmen, verwendeten die Forscher jenes Prinzip, mit dem Google Internetsites bewertet – den ­Pagerank-Algorithmus: Je mehr Verweise auf eine Site, desto wichtiger ist sie; und je wichti­ger die Homepage, von welcher der Ver­weis kommt, desto höher wird der Verweis ein­gestuft. Dieses Kon­zept wandten die Forscher für das Artensterben an. Mit dem Google-Algorithmus identifizierten sie jene Spezies, die besonders wichtig sind, um eine Nahrungskette aufrechtzuerhalten. Dank dieser Methode lasse sich zeigen, wie abhängig die einzelnen Arten voneinander sind und wie das Aussterben einer Art zum Verschwinden weiterer Arten führen kann.

Anzeige