Wer eine Waffe auf sich trägt, ist selbstbewusster und übersteht darum gefährliche Situationen besser als Unbewaffnete.

Falsch. Eine Untersuchung der Opfer von 677 Auseinandersetzungen mit Schusswaffen in Philadelphia zeigte eben, dass bewaffnete im Vergleich mit rundum ähnlichen, aber unbewaffneten Menschen viereinhalb mal häufiger angeschossen und 4,2 mal häufiger getötet werden. Wenn die Opfer eine Chance hatten, sich mit der Waffe zu verteidigen, stieg die Wahrscheinlichkeit, verletzt oder getötet zu werden sogar noch mehr. Das hat Charles Rana an der Universität von Pennsyslvania herausgefunden. Auch wenn manche eine Waffe mittragen, weil sie fürchten, selbst angeschossen zu werden, dürfte - so Rana - die Waffe ein gefährliches Gefühl der Stärke mit sich bringen. Das kann zu Überreaktionen führen und dazu verleiten, gefährlichere Gegenden aufzusuchen. Also besser ohne.

Schmetterlinge besitzen Extraknospen an den Antennen, um herauszufinden, ob ein Blatt für die Eiablage geeignet ist und der kommenden Raupe die richtige Nahrung bietet.

Falsch. Wenn ein Schmetterling herausfinden will, ob ein Blatt der schlüpfenden Raupe auch die richtige Nahrung bietet, benutzt er seine Füsse. Dort sitzen Geschmacksrezeptoren, die dem Schuppenflügler über chemische Eigenschaften Auskunft geben. Stimmen die, wird das Ei in der regel ans Blatt geklebt. Die hochempfindlichen Antennen andererseits helfen, Nektar und andere Quellen von flüssiger Nahrung (Schmetterlinge kauen nicht) zu finden. Sie dienen aber auch dazu, die äusserst winzigen Mengen von Sexuallockstoffen der Geschlechtspartner zu entdecken und so deren Position zu orten, um sie dort zu umwerben.

Mit einem starken Magneten kann man einen wassergefüllten Ball oder einen Frosch abstossen und schwebend in der Luft halten.

Richtig. Obwohl Wasser und natürlich auch der wie wir weitgehend aus Wasser bestehende Frosch nicht magnetisch sind, gehört auch Wasser zu den diamagnetischen Stoffen. Ein starkes Magnetfeld von aussen führt zur Bildung eines inneren Magnetfelds, das sich vom äusseren weg zu bewegen sucht. Das hängt aber von der Stärke des von aussen wirkenden Magnetfelds ab. Zum Schweben oder einer "Leviation" kommt es, wenn die auftretenden Kräfte jene der Erdanziehung ausgleichen. Das berühmteste Beispiel sind die Versuche am Nijmegen High Field Magnet Laboratory, wo es tatsächlich gelang, einen lebenden Frosch sozusagen schwerelos erscheinen zu lassen. Der Frosch soll keinen Schaden genommen haben (Video hier). Nähert man starke Magnete einer Wasseroberfläche, entstehen regelrechte Einbuchtungen.

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