Klimaexperten des Intergovernmental Panel on Climate Change und das Beratende Organ für Fragen der Klimaänderung haben die Konsequenzen einer anhaltenden Temperaturerhöhung für die Schweiz bis ins Jahr 2050 beschrieben. Das mögliche Szenario: Es wird mehr und schlimmere Naturkatastrophen geben. Bereits seit 1977 häufen sich Extremereignisse.

Hochwasser in mittleren und tieferen Regionen werden vor allem im Winter häufiger und stärker. Es kommt zu grösseren Schwankungen der jährlichen Niederschlagsmenge. Der Boden kann das Wasser nicht mehr aufnehmen. Murgänge lösen sich aus bisher stabilen Hanglagen und bedrohen Siedlungen, Strassen und Bahnlinien. Gleichzeitig steigen die Pegel der Seen. Überschwemmungen sind die Folge.


Es fällt weniger Schnee, und die Schneegrenze steigt um 200 Meter an. Ein Grossteil der Gletscher schmilzt ab. Die Gefahr von Gletscherstürzen, Eislawinen und Gletscherhochwasser steigt. Mit womöglich noch verheerenderen Folgen als in der Vergangenheit: 1965 forderte ein Gletschersturz am Alalin 88 Todesopfer.


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Das Bodeneis (Permafrost) taut auf. Damit werden vor allem steile, mit Schutt belastete Zonen instabil. In der Folge kommt es zu mehr Murgängen und Felsstürzen wie in Randa.


Orkanartige Stürme werden häufiger. Es ist wie bei «Vivian» und «Lothar» mit Milliardenschäden zu rechnen.


Weil es im Sommer weniger regnet, führen Seen und Fliessgewässer deutlich weniger Wasser. Äcker und Felder müssen aus diesem Grund künstlich bewässert werden, was die Wasserknappheit verstärkt. Die Wasserqualität verschlechtert sich, denn die Schadstoffe vor allem aus der Landwirtschaft werden nicht mehr ausreichend verdünnt.

Quelle: «EAWAG News», Oktober 2002