Ein Forscherteam um Richard Gregory von der Universität Durham hat untersucht, wie sich der Klimawandel auf die europäischen Vögel auswirken wird. Die Forscherinnen und Forscher nahmen 122 der insgesamt 526 Brutvogelarten Europas unter die Lupe. Gemäss den Berechnungen wird ein Viertel der untersuchten Arten zu den Gewinnern des Klimawandels zählen, da sie ihren Lebensraum aufgrund der Erwärmung ausweiten können. Distelfink, Pirol oder die Türkentaube gehören dazu. Drei Viertel der Vogelarten aber haben durch das wärmere Klima Nachteile. Ihr Vorkommen dürfte deshalb schrumpfen.

Wie der Schweizer Vogelschutz SVS in einer Medienmitteilung zur Studie schreibt, dürften sich die heutigen Lebensräume der Vögel bis im Jahr 2090 durchschnittlich um rund 550 Kilometer nach Norden und Osten verschieben. In der Schweiz bestehe eine besondere Gefährdung der Gebirgsarten: «Wenn sich die alpinen Lebensräume aufgrund des Klimawandels nach oben verschieben, werden sie immer kleiner. Dadurch könnte beispielsweise das Alpenschneehuhn in einigen Jahrzehnten endgültig aus den Alpen verschwinden.» Die Verfasser der Studie fordern sofortige Massnahmen gegen den Klimawandel.

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