Selbst Kleinigkeiten wie die Papiertragtaschen unserer Grossverteiler tragen tüchtig zum Müllberg bei. Allein die Migros verkauft davon jährlich 38 Millionen Stück. Käme nur schon jede zweite ein zweites Mal zum Einsatz, würden pro Jahr über 1000 Tonnen Abfall eingespart.

Auch Katzenhalter können zur Verminderung des Abfallbergs beitragen: Erhielte jede Katze an zwei Tagen die Woche Frischfleisch statt Fertigfutter, wäre das nicht nur der Ernährung der Stubentiger zuträglich. Es würden über 2000 Tonnen an Alubehältern weniger im Abfallsack landen.

Sogar dort, wo erfolgreich wiederverwertet wird, trägt jeder Schweizer weiter zum Müllberg bei. Beispiel PET-Flaschen: Zwar finden 78 Prozent davon den Weg zum Recycling, die restlichen 22 Prozent schlagen aber immer noch mit 1,3 Kilogramm pro Einwohner zu Buche.

Abfall vermeiden schont natürlich nicht nur das Portemonnaie, es hilft der Umwelt – auch im Kleinen: Wenn jeder Schweizer eine Rolle Frischfaser-Haushaltspapier pro Jahr weniger verbrauchen würde, müssten 1400 Bäume jährlich weniger fallen.

  • Nutzen Sie auch die Rückseite von Papier, zum Beispiel für Notizzettel, oder drucken Sie beidseitig. Und Kinder freuen sich zum Zeichnen oder Fliegerbasteln auch über bereits einseitig bedruckte Blätter.

  • Sparen Sie Geld und Müll, indem Sie Druckerpatronen nachfüllen (lassen).

  • Boykottieren Sie Mogelpackungen – wer kauft schon gern abgepackte Luft.

  • Fürs Znüni oder den Schul­reiseproviant statt Plastiksäckli und Alufolie Tupperware oder Dosen verwenden, für ­Getränke statt Portionendrinks Mehrwegflaschen oder auch ausgespülte PET-Flaschen.

  • Kaufen Sie grössere Einheiten statt einzeln verpackter Ware. Das spart nicht nur beim Abfall, sondern schont auch das Portemonnaie, denn kleinere Einheiten sind meist teurer als grössere Mengen.

  • Für Biertrinker heisst es: besser Pfandflaschen statt Aludosen.

  • Lust auf Heimwerken? Die günstigen Hobbygeräte haben eine beschränkte ­Lebensdauer von oft nur wenigen Stunden. Dann ist das Ding tot und muss auf den Müll. Deshalb: Ausleihen heisst die Devise, zumal man so erst noch qualitativ bessere Maschinen in die Hand kriegt.

  • Kaufen Sie Spielzeug, das ohne Batterien auskommt. Schont nicht nur Umwelt und Geldbeutel, sondern fördert auch die Kreativität.

  • Bewahren Sie Osternestli und Sami­chlaussäckli auf fürs nächste Jahr. Sie lassen sich genauso gut füllen wie neue.

  • Bleiben Sie hart und verzichten Sie auf Weichspüler. Diese belasten die Umwelt, produzieren Müll und sollten bei Haut­allergien ohnehin nicht angewandt werden.

  • Ob bei Schulheften oder Toiletten­papier, grundsätzlich gilt: Recyclingpapier kaufen.

  • Steigen Sie für den Normalgebrauch auf Stofftaschentücher um. Hat auch mehr Stil als Papiernastücher.

  • Geschenkbändeli sind teuer. Wieso also jene aus Stoff nicht auf­bügeln und wiederverwenden?

  • Ob Uhr, Velo oder Kleider: Reparieren oder flicken ist oft sinnvoll.

  • Wenn Sie Medikamente brauchen, ­fragen Sie Ihren Arzt oder den Apotheker nach der optimalen Packungsgrösse. Sollten die Medikamente trotzdem ablaufen, gehören sie zurück in die Apotheke.

  • Zwar muss man anfangs etwas tiefer in die Tasche greifen, dennoch lohnt es sich, qualitativ Hochwertigeres zu kaufen. Die Produkte halten meist länger und sind dadurch sowohl abfalltechnisch als auch – langfristig gesehen – finanziell interessanter als Billigware.

  • Kaufen Sie bei Obst und Gemüse wenn immer möglich unverpackte Ware.

  • Kaufen Sie wenn möglich auf dem Markt ein und achten Sie dabei auf ­regionale Produkte. Falls Sie zu Hause einen Berg von Plastiksäcken haben: Manche Standbetreiber nehmen sie Ihnen gerne ab, denn sie können sie für Kunden, die mit ­leeren Händen kommen, verwenden.

  • Weg mit wasserbelastenden Toilettensteinen, die erst noch den Plastik­abfallberg weiter anwachsen lassen. Die Klobürste erfüllt denselben Zweck.

  • Statt neue Spielsachen zu kaufen: tauschen oder auf Börsen und Flohmärkten Ausschau halten.

  • Wegwerfkugelschreiber haben nicht nur eine kurze Lebensdauer und damit eine schlechte Energiebilanz, sondern schmieren oft auch noch. Kugelschreiber mit Ersatzminen oder ein Füllfederhalter sind umweltschonender und ausserdem stilvoller.

  • Waschmittelkonzentrate ­sparen eine Menge an ­Verpackungsmüll.

  • Sind Ihre guten Sachen ­etwas eng, weil Sie in letzter Zeit zu sehr lukullischen ­Verlockungen nachgegeben haben? Dann ab zum Änderungsschneider. Günstiger als wegwerfen und neu ­kaufen ist das allemal.

  • Allein bei Entsorgung und Recycling Zürich werden jährlich Tausende von gebrauchten Pinseln und Farbrollern ab­gegeben, dazu einige Tonnen Pinselreiniger, Azeton und Nitroverdünner sowie rund 135 Tonnen Altfarben. Beim Verschönern der vier Wände lohnt es sich, vorher die benötigte Materialmenge auszurechnen.

  • Nehmen Sie stets eine wiederverwendbare Einkaufstasche von zu Hause mit.

  • Kleider, die nicht mehr passen oder gefallen, nicht einfach in die Altkleidersammlung geben, sondern erst Freunde und Bekannte einladen, um sich zu bedienen. Der Rest kann dann in die Sammlung gegeben werden.  Und Tauschaktionen unter Freunden können gleich zur Party ausgebaut werden.

  • Wer schlechter Luft in Räumen zu ­Leibe rücken will, öffnet besser das Fenster, als Duftlämpchen und Lufterfrischer aufzustellen. Vermieden werden ausser ­Abfallbergen allenfalls auch Allergien.

  • Wer in Secondhandläden und Tauschbörsen einkauft, bekommt oft mehr Qualität für weniger Geld.

  • Treten Sie statt mit Giftspray mit Steinklee, Lavendel und Zedernholzwürfeln gegen Motten an.

  • Joghurt abgelaufen, Konservendose über dem Datum? Lassen Sie den gesunden Menschenverstand walten. Riecht und schmeckt das Lebensmittel noch gut, ist kein Schimmel oder sonst ­eine Veränderung zu sehen, ist es wahrscheinlich trotzdem noch essbar. Manche ­Lebensmittel haben sogar ein Datum drauf, obwohl sie praktisch nicht schlecht werden können, etwa Zucker, Salz, Honig oder Essig.

  • Putzen Sie mit waschbaren Lappen anstatt mit Wegwerftüchern und Küchenpapier.

  • Lästige Fliegen? Statt giftiger Sprays, die irgendwann im Abfall landen, die Fenster mit Fliegengitter schützen.

  • Viele der Produkte im Putzmittelschrank sind unnötig, ein milder Allzweckreiniger, Scheuerpulver, Spiritus, ­Essig, Geschirrspülmittel und mechanische Hilfsmittel reichen meist aus. Das freut auch die Umwelt.

  • Statt Mineralwasser rumzuschleppen: Hahnenwasser trinken. Schont Bandscheiben, Portemonnaie und die Umwelt.

  • Ein Kleber gegen unnötige ­Werbesendungen am Briefkasten kann den wöchentlichen Altpapierberg ­problemlos um etliche Zentimeter niedriger halten.

  • Steigen Sie von Wegwerfbatterien auf wiederaufladbare Akkus um.

  • Kaufen Sie sich ein nachfüllbares ­Feuerzeug statt der Wegwerfdinger. Hat auch mehr Klasse.

  • Statt täglich Dosen- und ­Beutelfutter für Mimmi und Fluffy auch mal Frischfleisch einkaufen. Das ist zwar etwas aufwendiger, macht aber weniger Abfall und ist erst noch artgerechter.

  • Statt Wegwerfgeschirr für Partys und Picknicks abwaschbares oder zumindest kompostierbares Geschirr verwenden.
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