• Permafrost: Permanent gefrorener Untergrund tritt bei gemässigtem Klima in Gebirgen auf. In den Alpen ist schon ab 2050 Meter über Meer Permafrost möglich, ab 2500 Meter über Meer weit verbreitet. Von den weltweit etwa 38 Millionen Quadratkilometern dauerhaft gefrorenen Bodens (das ist knapp ein Viertel der Landfläche) entfällt aber der grösste Teil auf die Polargebiete. Permafrostböden enthalten Eis, das den Geröllböden hohe Festigkeit verleiht. Die oberste Schicht des Permafrostbodens kann im Sommer auftauen.
  • Permafrost Monitoring: Das Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) hat ein Netz von 15 Bohrlöchern in den Alpen, in denen die Bodentemperaturen und Hangbewegungen gemessen werden. Die Daten sollen eine Langzeitüberwachung der Permafrostvorkommen ermöglichen. Die Messungen geben Aufschluss über Hangstabilität und Mächtigkeit der Auftauschicht, was auch wichtig ist für allfällige Bauten. In den letzten acht Jahren ist die Bodentemperatur nicht in allen Bohrlöchern gestiegen.
  • Blockgletscher: Sie bilden sich aus Permafrostböden und bestehen aus Geröll, Felsblöcken, Sand und zu etwa 80 Prozent aus Eis. Blockgletscher kriechen langsamer als reine Eisgletscher.
  • Murgang (Murbruch, Rüfe): Ein Murgang ist ein Gemisch aus Steinen, Schlamm, Sand und Wasser, das sich – ähnlich einer Schneelawine – mit Geschwindigkeiten von 2 bis 70 Kilometern pro Stunde talwärts wälzt. Murgänge entstehen nach der Schneeschmelze oder nach starken Niederschlägen.
Anzeige