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PublireportageSchüler helfen Bienen

Mehr Nahrung und Unterschlupf für die Bienen. Das ist das Ziel der grossen Pflanzaktion für Schulklassen von Coop und Bio Suisse. Diesen Sommer sind Hunderte von Blumengärten entstanden – und es wurde dabei viel gelernt.

aktualisiert am 2017 M08 02

Wie eine Fussballmannschaft nach einem gros­sen Sieg posieren sie stolz auf dem Wiesenbord, die 22 Schülerinnen und Schüler der Dorfschule von Walde SG. Ihr Lachen verrät: Sie haben etwas Wichtiges geschafft. Und auch Lehrer Roger Giger, Bauer Bruno Weber und Imker Robert Fehr strahlen: Die Kinder haben gute Arbeit geleistet. Der Bienengarten auf dem Streifen Land, den Bruno Weber ihnen zur Verfügung gestellt hat, gedeiht prächtig. Dafür haben sich die Schulkinder aus Walde aber auch mächtig ins Zeug gelegt: Zuerst musste der Bewuchs entfernt und Steine aus dem Boden geklaubt werden, dann wurden die Blumensamen gesät und der Boden gewalzt. Jetzt blühen darin die verschiedensten Blumen in bunten Farben und mit feinsten Düften. Wahrlich ein Paradies für Bienen!

Bienenschule

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Schüler-Engagement: Die Schulklasse aus Walde SG hat toll gearbeitet.

Der Blumengarten in Walde ist Resultat einer grossen Pflanzaktion für Schulklassen, die dieses Jahr zum zweiten Mal von Coop und Bio Suisse initiiert wurde. Die Klasse in Walde ist eine von über 1600 Schulklassenlassen, die schweizweit daran teilnehmen. Hintergrund: Mit dem Säen von Blumengärten und Pflanzen von Kräutersetzlingen möchten Coop und Bio Suisse dazu beitragen, dass den Bienen mehr Nahrung und Lebensraum zur Verfügung steht – egal, ob idyllisch auf dem Land gelegen oder mitten in der Grossstadt. «Weil die Schulkinder beim Pflanzen und Säen selbst Hand anlegen, steigt das Interesse am Projekt und an der Thematik», sagt Lehrer Roger Giger. Artenvielfalt fängt damit im Schulgarten an. Für Imker Robert Fehr, der das Projekt in Walde als Fachperson begleitet, eine wichtige und gute Sache: «In der Natur gibt es Hunderte verschiedene Bienenarten. Diese sind für uns Menschen wichtig, denn sie bestäuben Wild- und Kulturpflanzen. Doch Bienen sind in Gefahr. Die intensive Landwirtschaft und unsere Bautätigkeit verändern die Landschaft zu ihrem Nachteil. Durch den Verlust der Blütenvielfalt in den Wiesen und den Wegfall von Kleinstrukturen verlieren sie zunehmend ihre Lebensräume und ihre Nahrungsquellen. Die Pflanzaktion von Coop und Bio Suisse hilft mit, dieses Thema ins Bewusstsein der Kinder zu rücken – und sorgt dafür, dass Bienen mehr Lebensraum und ein breiteres Nahrungsangebot haben.»

Das Gratis-Pflanzset für Schulklassen besteht aus 24 Bio-Setzlingen – darunter Salbei, Rosmarin, Lavendel, Thymian, Melisse und Minze – und einer Saatguttüte mit einer Bio-Wildblumenmischung. Zudem werden Unterrichtsmaterial zum Thema «Bienen und Biodiver­sität» – erstellt in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), Pflanzanleitungen und Tipps für Schulkurse und Ausflüge zur Verfügung gestellt. Durch das Engagement der über 1600 Schulklassen entstehen in der ganzen Schweiz Kräuter­gärten, Biotope und Wildbienennistplätze. So steht die Biene auch ganz im Fokus des Unterrichts in der Schule Walde. «Wir haben mit der Klasse die Imkerei von Robert Fehr besucht und viele spannende Details zu den Bienen erfahren», erzählt Lehrer Roger Giger. «Besonders wertvoll dabei war, dass die Kinder das faszinierende Zusammenleben dieser nützlichen Insekten ganz nah beobachten konnten. Ich bin sicher, dass das eine grosse Motivation für die Mitarbeit bei diesem Projekt ist und das Interesse und Bewusstsein gefördert hat.»

Ohne Bienen gehts den Menschen schlecht

Bienen sind für die Menschen überlebenswichtig: Sie bestäuben Wild- und Kulturpflanzen und sichern so die Grundlage für die Nahrungskette. Doch Bienen sind in Gefahr. Die intensive Landwirtschaft und zunehmende Verbauung verringern die Blütenvielfalt in den Wiesen. Lebensräume und Nahrungsquellen gehen verloren. Darum ist es wichtig, Bienen mit mehr Biodiversität zu helfen.