Nach Jahrzehnten des Darbens fühlen sich Heuschrecken in der Schweiz offenbar wieder wohler. «Im Grasland in Tal­lagen ist stellenweise eine Verbesserung der Artenvielfalt zu beobachten», sagt Thomas ­Walter von der Forschungsgruppe «Agrarlandschaft und Bio­diversität» der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon. Studien zeigen, dass die ökologischen Ausgleichsmassnahmen des Bundes greifen und sich die Heuschreckenbestände in geförderten Gebieten erholen.

Das ist erfreulich, da sie in der Nahrungskette eine wichtige Rolle spielen: Heuschrecken sind Beute von Tieren wie Spinnen, Spitzmaus oder Storch, aber auch Jäger von Raupen und Blattläusen.

Düster statt rosig sieht es für Heuschrecken in Flussauen aus. Alle auf diesen Lebensraum ­angewiesenen Arten sind ausgestorben oder vom Aussterben bedroht. Und auch in Berggebieten werden die Lebensräume seltener Heuschreckenar­ten kleiner.