Die Stadt jubelte – und musste kurz darauf bekanntgeben, dass sie 2008 stolze 5,7 Prozent mehr Strom verbraucht habe als im Vorjahr (Schweiz: 2,3 Prozent). Harry Künzle, der Energie- und Umweltbeauftragte, sieht die gute Konjunkturlage als Hauptgrund: Sie habe den wenigen, aber sehr stromintensiven Industriebetrieben einen hohen Verbrauch beschert.

Zudem fördere St. Gallen den Einbau  strombetriebener Wärmepumpen anstelle von Öl- und Gasheizungen. Auch sei die Bevölkerung gewachsen. Und nicht zuletzt habe man im Mai 2008 die AFG-Arena eröffnet, das neue Fussballstadion mit Einkaufscenter, das «ziemlich viel» Energie konsumiere. Ein deut-licher Anstieg des Verbrauchs, sagt Künzle, sei somit zu erwarten gewesen.