30 Millionen Franken haben die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) für ihr Umwelt-Förderprogramm bereitgestellt – doch wie der Beobachter bereits Ende 2008 berichtete, wird dieses Geld nach sehr formalistischen Kriterien verteilt. Das musste nun auch das Ehepaar Ochsenbein aus Dürnten ZH feststellen. Am 4. September 2008 sicherten die EKZ den Hausbesitzern einen Förderbeitrag von 5552 Franken an eine Wärmepumpe zu, die eine alte Ölheizung ersetzen sollte. Im November bauten Handwerker die Anlage ein. Doch Anfang 2009 kam aus heiterem Himmel die Kehrtwende: Die EKZ zogen ihre Förderzusage zurück, mit der Begründung, die Installation habe begonnen, bevor die Unterstützung zugesagt wurde.

Tatsächlich liessen Ochsenbeins die Bohrung für die Erdsonde bereits am 3. Juli letzten Jahres vornehmen. «Der Termin wäre im Herbst gewesen, doch die Bohrfirma fragte uns, ob wir ihn vorverschieben könnten, da sie im Herbst ausgebucht sei», sagt Ruth Ochsenbein. «Installiert wurde dabei noch gar nichts.» Die EKZ sehen das anders: «Die Bohrung ist Teil der Installation», argumentiert Sprecherin Priska Laïaïda. «Schliesslich ist die Tiefe der Bohrung abhängig vom Typ der Wärmepumpe.» Zu früh gebohrt also, und damit keine Förderung für eine umweltfreundliche Heizung – obwohl sich die EKZ auf die Fahne schreiben, genau solche Anlagen fördern zu wollen.