Was bis vor kurzem lieblos als «Nasszelle» bezeichnet wurde, erfährt inzwischen eine massive Aufwertung. «Heute ist im Bad mehr denn je Individualität erwünscht», sagt Max Bruderer von der Firma Fitness-Partner AG in Grub AR. Bruderer plant und realisiert seit 30 Jahren Saunas, Dampfbäder und Wellnessanlagen in Hotels. Das Bad konzipieren heute immer häufiger Innenarchitektinnen und Planer, die gezielt Licht, Farben und Musik einsetzen. Je nach Wunsch und Budget gibts Whirlpool, Sauna, Dampfbad und Ruhezone. Neue Materialien kommen zum Einsatz, etwa Bauplatten aus Polystyrol-Hartschaum, mit denen Handwerker Badewannen einkleiden. «Diese leichten Platten lassen sich schneller und effizienter verarbeiten als konventionelles Mauerwerk», erklärt Max Bruderer. Zudem bietet dieses Material neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Badezimmer mit Mass- und Einzelanfertigungen: Innenarchitekten können jede Form am Computer entwerfen und eins zu eins aus Hartschaumplatten herausfräsen lassen. Gestalten ohne Grenzen.

«Auch massgeschneiderte Badewannen und Lavabos sind so realisierbar», sagt Max Bruderer. Ob oval, rund, vier- oder fünfeckig - je nach Wunsch und Gestaltungsidee lassen sich die Elemente mit verschiedensten Oberflächen veredeln. Besonders beliebt sind farbige Mosaike, aber auch Keramik- oder Steinzeugplatten. Die Wellnessoase zu Hause hat jedoch ihren Preis: Für ein professionell geplantes und ausgeführtes Dampfbad sind 20’000 bis 30’000 Franken zu budgetieren.

Günstiger sind fixfertige einfache Kabinen aus Acryl, die in Baumärkten ab etwa 6000 Franken zu haben sind. Ob schlichte Kabine oder Luxusmodell: Für den Einbau sollte man nur ausgewiesenes Fachpersonal berücksichtigen. Denn Nässe und Dampf dringen durch jede noch so kleine Ritze und können kostspielige Bauschäden nach sich ziehen.