«Es ist absurd», sagt er. «Ich soll 6100 Franken lockermachen, weil ich eine Baubewilligung erhalten habe, die mir die Gemeinde nicht hätte geben dürfen.»
Wie es so weit kam: Birrer reicht 2008 in Cham ZG ein Gesuch für einen Anbau an sein Rei­henhaus ein. Einige Miteigentümer der Bebauung, zu der das Haus gehört, sind mit dem Vorhaben nicht einverstanden. Die Gemeinde erteilt ihm dennoch eine Bewilligung. «Nach un­serem ­Ermessen stellte der Anbau eine geringfügige Veränderung dar, die wir auch ohne Zustimmung aller Ei­gentümer bewilligen konnten», so Tiziano Cautero vom Chamer Bauamt.

Die Gegner des Anbaus reichen Beschwerde beim Kanton ein und bekommen recht. Die Gemeinde und Birrer müssen je 2100 Franken für das Verfahren zahlen. Cham wehrt sich dagegen beim Verwaltungs­gericht, Birrer zieht mit. Das Gericht verfügt, dass Cham von den Kosten befreit wird, weil es mit der Bewilligung zwar Recht verletzt, aber keine «offenbare Rechtsverletzung» begangen habe. Birrer aber erhält weitere 4000 Franken aufgebrummt.

Rechtlich ist alles in Ordnung – Birrers Kosten sind die Folge von zwei Beschwerden, bei denen er unterlegen ist. ­Allerdings wäre es zu diesen kaum gekommen, hätte Cham sein Baugesuch von Anfang an abgelehnt.