Sie werden oft belächelt, die Bastler, Hobbyelektriker und Möchtegernschreinerinnen. Ihr hingebungsvolles Wirken - so wird gefrotzelt - hinterlasse eine breite Schadenspur in Schweizer Wohnungen. Doch wer einmal vom Heimwerkervirus angesteckt ist, lässt sich von Misserfolgen nicht bremsen: Das Do-it-yourself-Geschäft boomt jedenfalls, die Grossverteiler rüsten auf.

Mir waren die Heimwerker stets sympathisch; sie beweisen Selbstvertrauen und wollen ihre Probleme aus eigener Kraft lösen. Und das lustvoll. Diese Grundhaltung könnte uns in vielen Bereichen weiterhelfen. Der Beobachter stellt deshalb in seinem Jubiläumsjahr vorbildliche Sozialprojekte vor (siehe in dieser Nummer die Bischofszeller Sozialfirma Fiwo, Aritkel zum Thema «Sozialfirma: Wo Wolle ist, ist auch ein Weg»). Gemeinsam ist all diesen vom Beobachter ausgezeichneten Projekten, dass sie eigene Lösungsansätze gesucht und gefunden haben. Sie haben nicht darauf gewartet, dass andere aktiv werden, sie haben selbst gehandelt. Do it yourself der besten Art.

Zugegeben: Das sind oft nur kleine Modellprojekte. Doch an solchen lässt sich eigenständige Problemlösung hervorragend trainieren. Auch dafür liefern wir Ihnen den Beweis: Die SBB schulen ihre angehenden Zugverkehrsleiter realitätsnah - an der ETH Hönggerberg, auf einer Modelleisenbahnanlage, Spur H0.

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