Bei den heutigen Lebensgewohnheiten spielt die Küche im Familienleben eine sehr wichtig Rolle. Sie wird nicht selten als Arbeits-, Wohn-, Ess- und Spielraum zugleich genutzt. Damit sie sich entsprechend einrichten lässt, ist eine Fläche von mindestens 14 Quadratmetern nötig.

Wer einen Küchenumbau plant, sollte vor allem praktische Uberlegungen einbeziehen: Sind die häufigsten Anlaufstellen wie Spüle, Kühlschrank und Kochherd nahe genug beieinander? Gibt es genügend Arbeitsfläche? Ist genügend Platz für den Mikrowellenherd, die Kaffee- und die Abwaschmaschine, den Toaster und den Mixer vorhanden?

Der Wunsch nach mehr Raum und Bewegungsfreiheit in einer bestehenden Küche lässt sich meist nur erfüllen, wenn der Grundriss vergrössert wird. Das bedeutet in vielen Fällen, Wände herauszubrechen.

Roll-Elemente erhöhen die Freiheit
Die Trends bei den Küchen heissen Individualität bei der Einrichtung – und Kombination von verschiedenen Farben und Materialien. Weiss als Einheitsfarbe und normierte Küchenmöbel sind nicht mehr gefragt, ebensowenig stur und geradlinig angeordnete Küchenzeilen.

Besonders «in» sind flexible Küchenmöbel, die nicht fest verschraubt sind und sich teilweise auf Rollen verschieben lassen. Verschiebbare Elemente sind besonders dann zweckmässig, wenn Wohn- und Essbereich als offener Raum konzipiert sind; durch das Verschieben von Küchenmöbeln kann der Raum wahlweise offen oder abgetrennt gestaltet werden.

Anzeige

Damit scheint die unflexible und fest montierte Einbauküche, die seit Jahrzehnten den Wohnungsbau prägt, an Bedeutung zu verlieren. Das zeigen die Küchen von den bekannten Firmen wie Bulthaupt, Forster oder Piatti. Bei der «Patenta»-Küche von Piatti sind die Oberschränke beispielsweise auf Metallrähmen befestigt und lassen sich ganz einfach ein- und aushängen, um sich veränderten Bedürfnissen anzupassen.

Auch die Fronten sind leicht austauschbar. Ähnlich können die einzelnen Apparate und Möbel einfach und ohne grosse Kosten ausgewechselt werden. Eine dahinter liegende Vorwand, die Raum für Anschlüsse und Leitungen bietet, vereinfacht zudem die Montage und trägt ebenfalls zur Kosteneinsparungen bei.

Eine solche Flexibilität kann bei einem Eigentümer- oder Mieterwechsel von Nutzen sein. Wenn nämlich das bisherige Dekor oder der Stil bei den neuen Bewohnern keinen Anklang findet, lässt sich ein «Tapetenwechsel» einfach bewerkstelligen.

Anzeige

Kosten von bis zu 30'000 Franken
Bei den Materialien sind zurzeit Edelstahl, Anthrazit, Aluminium, Holz und Glas gefragt. Mit der geschickten Kombination von Farben und Materialien sind pfiffige Effekte möglich. Neuerdings finden sich auch wieder Kühlschränke im Design der Fünfzigerjahre im Angebot.

Im günstigsten Fall beläuft sich eine Küchensanierung inklusive aller Arbeiten auf rund 15'000 bis 20'000 Franken. Wird ein umfassender Eingriff notwendig, übersteigen die Kosten rasch einmal 30'000 Franken. Den grössten Teil machen normalerweise die Küche an sich sowie die Apparate aus. Für eine Küchensanierung wendet man sich am besten an einen Architekten, Generalunternehmer oder an einen Küchenbauer.