Nachdem Artemisya Fotakis ihren Mann verloren hatte, blieb sie allein in Istanbul zurück. Ihre beiden Kinder und ihr Bruder leben seit vielen Jahren in der Schweiz und sind längst Schweizer Bürger. Artemisya sah ihre Familie lediglich bei Besuchen. Mit jedem Mal wurde der Wunsch stärker, auch in die Schweiz zu ziehen. Dafür musste jedoch erst die Thurgauer Fremdenpolizei überzeugt werden in früheren Jahren waren zwei Gesuche abgelehnt worden.

Beim dritten Versuch wollten ihre Angehörigen alles richtig machen. Darum informierten sie sich beim Beobachter-Beratungszentrum über die Chancen einer Aufenthaltsbewilligung für ihre Mutter. Die Chancen standen gut, da alle gesetzlichen Bedingungen erfüllt waren. Der Beobachter half bei der Formulierung des Gesuchs.

Auch die Wohngemeinde des Sohnes, zu dem Artemisya Fotakis ziehen wollte, musste überzeugt werden. Die Gemeinde wollte nicht das Risiko eingehen, der Frau Unterstützungsgelder zahlen zu müssen. Nach vielen Verhandlungen wurde man sich schliesslich einig: Artemisya Fotakis darf für immer bei ihren Kindern in der Schweiz bleiben.