Die Herstellung unserer Nahrungsmittel verschlingt zu viele Ressourcen. Unsere Geräte verschwenden zu viel Strom. Allein um den Konsum in der Schweiz zu decken, werden pro Einwohner fünf Hektaren Land verbraucht. Erneuern könnte unser Planet den Ressourcenbedarf von knapp zwei Hektaren pro Kopf. Diese Zahlen stammen vom Global Footprint Network. Die vom Basler Mathis Wackernagel mitgegründete Organisation ermittelt seit 2003 den «ökologischen Fussabdruck» – ein global anerkanntes Richtmass für den Raubbau an der Natur.

Was hat das mit Bauen und Wohnen zu tun? Sehr viel. Rund 45 Prozent des Ener-gieverbrauchs und des CO2-Ausstosses hierzulande gehen auf das Konto von Gebäudenutzungen: fürs Heizen und für die Warmwasseraufbereitung. Immerhin: Dank verschärften Gesetzen hat sich in den letzten Jahren einiges verbessert. Verbrauchten Wohnhäuser in den achtziger Jahren noch zirka 20 Liter Heizöl pro Quadratmeter, sind es bei heute erstellten Häusern neun Liter. Bei den bislang rund 11'500 Gebäuden, die hierzulande nach dem Minergie-Standard gebaut wurden, reduziert sich der Verbrauch nochmals um die Hälfte. Und die Minergie-Sparpotentiale sind längst nicht ausgeschöpft.

Lesen Sie mehr darüber im Schwerpunkt dieses Themenhefts (siehe «Artikel zum Thema»). Wir erklären Ihnen, was hinter dem von den Schweizer Energiepionieren Ruedi Kriesi und Heinz Uebersax ins Leben gerufenen Qualitätslabel für energieeffizientes Bauen steckt, worauf zu achten ist, wenn Sie nach Minergie-Kriterien bauen oder sanieren wollen, und welche Kosten auf Sie zukommen. Verkleinern Sie Ihren «ökologischen Fussabdruck». Der Einsatz für die Umwelt zahlt sich aus – und steigert langfristig auch den Wert Ihrer Liegenschaft. 

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