Die Installationsfirma machte sich ans Werk, rund 37'000 Franken sollte der Umbau kosten. Da teilten die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) – von der Installationsfirma über den Umbau informiert – Glauser unverhofft mit, sie würden den Umbau im Rahmen ihres neuen Umweltförderprogramms mit 2798 Franken unterstützen. «Erfreut reichte ich die geforderten Unterlagen ein», erzählt Glauser. Als die EKZ weitere Dokumente wollten, trieb er auch ­diese auf. Schliesslich ­besichtigte ein EKZ-Experte die Anlage sogar.

Dann kam jedoch die Kehrtwende. ­Wegen eines Formfehlers sei eine Unterstützung unmöglich, teilten die Elektrizitätswerke dem Hausbesitzer mit: Der Umbau sei bereits im Gang gewesen, als die Installations­firma das Unterstützungs­gesuch einreichte. Glauser ist frus­triert: «Es war ein grosser Aufwand, all die Dokumente zu beschaffen. Dabei hätten die EKZ von Anfang an merken müssen, dass mein Gesuch formell zu spät kam.»

«Da ist ein Fehler passiert»

Das Reglement des ­Förderprogramms erlaubt Subventionen bei Heizungs­sanierungen nur, wenn die EKZ das Projekt vor Baubeginn prüfen können. «So stellen wir sicher, dass die An­lagen unsere Bedingun­gen erfüllen und der eigentliche Förder­gedanke gegeben ist», sagt Evelyn Rubli, Leiterin der Energieberatung der EKZ. Sie räumt ein: «Im Fall Glauser ist ein Fehler passiert. Wir hätten früher da­rauf hin­weisen müssen, dass wir das Projekt nicht unterstützen können.»

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Immerhin: Nachdem Glauser sich an den Beobachter gewandt hatte, entschädigten ihn die EKZ mit 1000 Franken. «Das ist kein Förderbeitrag», hält Rubli jedoch fest. «Damit entschädigen wir lediglich Herrn Glausers Umtriebe.»