Ein Erbvertrag mit den Kindern wird hier nicht in Frage kommen. Sie können ja kaum damit rechnen, dass sie freiwillig unterschreiben, auf ihren Erbanteil zu verzichten. Gehen Sie deshalb wie folgt vor: Setzen Sie die Kinder in einem Testament zugunsten der Lebenspartnerin auf den Pflichtteil. Bestimmen Sie zusätzlich, dass die Lebenspartnerin das Recht hat, Ihr Haus in Anrechnung an ihren Erbanteil in ihr Alleineigentum zu übernehmen.

Entschädigung für die Kinder Wegen der Pflichtteile der Kinder können Sie Ihrer Partnerin allerdings nur 1/4 Ihres Nachlasses vermachen. Haben Sie neben dem Haus kein anderes nennenswertes Vermögen, müsste Ihre Partnerin in der Lage sein, den Kindern 3/4 vom Verkehrswert der Liegenschaft abzüglich der Hypothek auszuzahlen. Und nicht nur das: Die meisten Kantone erheben happige Erbschaftssteuern.
Hat Ihre Partnerin nicht genügend eigenes Vermögen, um diese «Unkosten» abzudecken, müssten Sie also dafür sorgen, dass ihr im Todesfall zusätzliche Mittel zur Verfügung stehen.

Prüfen Sie, ob Ihre Pensionskasse eine Todesfallleistung ausrichtet. Die Kassen dürfen solche Leistungen in ihrem Reglement vorsehen, wenn eine der folgenden drei Voraussetzungen erfüllt ist: Die Lebenspartnerschaft hat mindestens fünf Jahre gedauert, der überlebende Partner muss für ein gemeinsames Kind sorgen oder er wurde vom verstorbenen Partner massgeblich unterstützt.

Erfüllt Ihre Lebenspartnerin eines dieser Kriterien, könnten Sie ihr zusätzlich das gesamte Guthaben aus der gebundenen Vorsorge 3a vermachen. Verfügen Sie über ein solches Konto, weisen Sie Ihre Vorsorgeeinrichtung schriftlich an, dass Ihre Partnerin die gesamte Summe erhält. Allerdings könnten die Kinder verlangen, dass die Summe bei der Berechnung der Pflichtteile berücksichtigt wird.

Reichen diese Mittel voraussichtlich nicht aus, lässt sich die Lücke mit einer Todesfallversicherung schliessen.

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