Knatternde Benzinmotoren sind noch immer nicht aus den Privatgärten verschwunden. Zwar sieht man da und dort einen Hobbygärtner mit einem elektrischen Mäher. Aber nach wie vor setzen viele auf die Mobilität von Geräten mit Zweitaktmotor – denn mit Kabelsalat muss bei diesen nicht gerechnet werden.

Was viele Gärtner nicht wissen: In den vergangenen Jahren sind immer mehr akkubetriebene Rasenmäher auf den Markt gekommen, die ohne Kabel auskommen und somit die gleiche Beweglichkeit bieten wie Benziner, gleichzeitig aber keine umwelt- und gesundheitsschädigenden Abgase ausstossen. Möglich gemacht hat dies die sogenannte Lithium-Ionen-Technologie. Akkus der gleichen Machart finden sich unter anderem auch in Handys oder Laptops. Ihr grosser Vorteil: Sie haben keinen «Memory-Effekt». Die Kapazität des Akkus bleibt also gleich, auch wenn er mehrfach nur teilweise entladen wird. Kommt hinzu, dass Lithium-Ionen-Akkus deutlich leistungsfähiger und viel leichter sind als die alten Nickel-Kadmium-Akkus.

Bohrer, Schleifer, Gartenscheren und -trimmer: Sie alle laufen schon seit Jahren problemlos in der wiederaufladbaren Version. «Bei diesen Geräten hat sich der Akkubetrieb längst durchgesetzt», sagt Walter Studer, Category Manager für Gartenhartwaren bei Coop Bau + Hobby. Etwas länger gedauert hat es bei den Rasenmähern. «Aber auch hier ist die Nachfrage in den letzten Jahren stark gestiegen. Denn für die meisten Besitzer eines Einfamilienhauses mit Garten ist ein Akku-Rasenmäher ideal.» Der technische Fortschritt scheint also auch hier langsam, aber sicher zu greifen.

Bei der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (SAFE) wird die Entwicklung auf dem Akkugerätemarkt wachsam beobachtet. «In einem Akkugerät steckt immer mehr ‹graue Energie› als in einem Gerät mit Kabel», sagt SAFE-Experte Jürg Nipkow. Das bedeutet, dass für die Herstellung eines Akkugeräts (von der Rohstoffgewinnung bis zur Produktion) mehr Energie verbraucht wird als für ein Kabelgerät.

Ganz zu schweigen von der Entsorgung der Akkus. Diese gehören nämlich wie Batterien in den Sondermüll und können in den Verkaufsstellen zurückgegeben werden. Die Akkus werden dann in ihre Bestandteile zerlegt, die je nach Material wiederverwertet werden. Doch auch das verursacht graue Energie. Die Agentur für Energieeffizienz empfiehlt deshalb, Akkugeräte nur dort einzusetzen, wo sich Kabelgeräte nicht ans Stromnetz anschliessen lassen. «Gewöhnliche Elektrogeräte enthalten weniger heikle Materialien, und sie kosten auch bedeutend weniger», sagt Nipkow.

Die Preise für Geräte mit Lithium-Ionen-Akkus sind tatsächlich hoch, denn das Leichtmetall Lithium muss in aufwendigen Verfahren aus Gestein gewonnen werden. Ein Blick auf die Preislisten macht dies deutlich: Bei Coop kostet ein Standard-Rasenmäher des Herstellers Gardena in der Version mit Akku gut 750 Franken. Der Kabelmäher mit ähnlicher Ausstattung ist nicht einmal halb so teuer. Die emissionsfreie Mobilität gibt es nicht zum Discountpreis.

Anzeige

Vor dem Kauf sollte genau überlegt werden, wo und wie oft der Mäher zum Einsatz kommt. Da Akkugeräte heute noch weniger Kraft haben als Geräte mit Benzinmotor, spielt vor allem die Rasenfläche eine wichtige Rolle. Je nach Hersteller und Typ variiert die deklarierte maximale Fläche, die mit einer Akkuladung gemäht werden kann, zwischen 250 und 500 Quadratmetern.

Diese Angaben sind aber mit Vorsicht zu geniessen; sie sind stark abhängig von der richtigen Anwendung und der Pflege des Geräts. Grundsätzlich gilt: Je höher das zu schneidende Gras, desto mehr Kraft braucht der Mäher. Deshalb ist es wichtig, dass der Rasen regelmässig geschnitten wird. Je nach Witterung also alle ein bis zwei Wochen. Für Wiesen, die nur zwei-, dreimal im Jahr geschnitten werden, sind Akkumäher nicht geeignet.

Auch die Lagerung von Akkugeräten ist heikel. Egal, ob Rasenmäher, Heckenschere oder Bohrmaschine: Akkus mögen keine Extreme; sie sind anfällig für Hitze und Kälte. Bosch, einer der führenden Hersteller von Akku-Rasenmähern, empfiehlt die Aufbewahrung an einem konstant kühlen Ort. Denn Lithium-Ionen-Akkus entladen sich monatlich um zirka ein Prozent in kalter Umgebung (bei Zimmertemperatur um zirka fünf Prozent). Der Rasenmäher selbst kann zwar getrost im Geräteschuppen im Garten verstaut werden. Weil es dort drinnen im Sommer aber sehr heiss und im Winter sehr kalt wird, sollte der Akku der Umwelt und dem Portemonnaie zuliebe aus der Maschine entfernt und im Keller aufbewahrt werden.

Die Auswahl an Gartenwerkzeugen, die ohne Strom und Benzin auskommen, ist riesig. Für beinahe jeden Handgriff im eigenen Beet gibt es das passende Gerät: den Handgrubber, die Buchsbaumschere, das Stecklingsmesser, den Zweizack, die Kopulierhippe. Doch der durchschnittliche Hobbygärtner braucht weder am grossen Angebot noch an den teils bizarr klingenden Namen zu verzweifeln: Einige wenige Werkzeuge reichen aus, um die meisten Gartenarbeiten zu verrichten:

Anzeige
  • eine Handschaufel zum Graben und Pflanzen;
  • ein Spaten, um grössere Pflanzen auszustechen oder umzupflanzen;
  • ein Behälter, um Erde, Unkraut oder Laub zu sammeln und zu transportieren (für kleine Gärten reicht ein Korb, für grössere ist eine Schubkarre sinnvoll);
  • eine Rebschere, um Gebüsch, Pflanzen und kleinere Äste zu schneiden;
  • eine Doppelhacke, um Erde aufzulockern und Unkraut auszuhacken;
  • ein Besen;
  • eine Giesskanne.


Das sind alles Geräte, die sich seit Jahrzehnten bewährt haben. Überhaupt habe sich die Angebotspalette der Gartenwerkzeuge in den letzten 40 Jahren kaum verändert, sagt Karl Hautle, Leiter des Gartencenters Zulauf in Schinznach. «Weil alles Brauchbare bereits erfunden ist.»

Verändert haben sich dafür zwei andere Aspekte: Einerseits werden immer mehr ergonomische Werkzeuge angeboten, die ein Arbeiten ohne Rückenschmerzen ermöglichen sollen. Anderseits hat die Qualität vieler Gartengeräte aufgrund des Preisdrucks etwas nachgelassen. Wobei Gartenfachmann Hautle beobachtet, dass gerade junge Gärtner und Gärtnerinnen wieder vermehrt auf die Qualität achten und auch bereit sind, etwas mehr zu bezahlen. «Dafür halten die Werkzeuge dann auch 10 bis 20 Jahre länger.» Sofern man sie richtig pflegt. Viel Aufwand bedeutet das nicht: Es genügt, die Werkzeuge nach jedem Gebrauch gründlich zu reinigen, zu trocknen, zu versorgen und auf den Winter hin einzuölen – damit der Rost keine Chance hat.

Die Pistole fest im Griff, den Finger am Abzug und gefasst auf den Rückschlag – und trotzdem ist manch einer überrascht, welche Energie ein Hochdruckreiniger entwickelt, mit welcher Kraft es einem die Handspritzpistole nach hinten drückt. Selbst den hartnäckigsten Dreck eliminiert der Wasserstrahl – und manchmal auch etwas mehr.

Anzeige

Hochdruckreiniger sind vor allem bei Eigenheimbesitzern beliebt. Kein Wunder: Statt sich die Finger wund zu scheuern, sehen zum Beispiel die Granitplatten eines Wegleins nach der Behandlung mit einem guten Gerät im Nu wieder wie neu aus. Reinigen lässt sich mit Hochdruckreinigern fast alles: von den mit Nutella verschmierten Gartenmöbeln über den fettigen Grill, das dreckige Velo bis zur vermoosten Terrasse. Und so vielfältig wie der Schmutz sind auch die Geräte, die für den privaten Gebrauch zur Auswahl stehen: vom kleinen Hochdruckreiniger für unter 100 Franken bis zum rund 1000 Franken teuren Semiprofimodell.

Welcher Hochdruckreiniger der richtige ist, hängt davon ab, was man damit reinigen will und wie viele Quadratmeter man bearbeiten möchte. Geht es nur darum, ab und zu einige Möbel oder das Velo zu putzen, reichen kleine Modelle aus. Sobald jedoch grössere Flächen oder heikle Materialien gereinigt werden sollen, empfiehlt es sich, Geräte zu kaufen, die genügend Leistung erbringen und bei denen der Druck regulierbar ist. Solche Modelle sind für zirka 500 Franken zu haben. Die entscheidenden Kriterien sind die maximale Druckleistung und die Wasserfördermenge pro Stunde. Letzterem Punkt sollte vor allem Beachtung geschenkt werden. Denn bereits mit 100 Bar Druckleistung – das bringen auch die kleinen Hochdruckreiniger hin – kann man den meisten Schmutz lösen, jedoch wird dieser aufgrund der geringen Wassermenge nur langsam oder nicht vollständig weggespült. Rund 450 Liter pro Stunde sollten erreicht werden. Das tönt nach Wasserverschwendung, doch das Gegenteil ist der Fall: Denn viel Druck heisst, dass man schnell zum Ziel kommt. Mit einem Hochdruckreiniger wird rund vier- bis fünfmal weniger Wasser verbraucht als bei einer herkömmlichen Reinigung mit dem Gartenschlauch.

Anzeige

An den Kragen gehts dem Dreck mit Hochdruckreinigern auf jeden Fall. Doch sie haben auch Zerstörungspotential – das gilt vor allem für grössere Geräte, die einen Druck bis 140 Bar erreichen. Experten raten, sich an jedes zu reinigende Material vorsichtig heranzutasten. Also zuerst mit dem niedrigsten Druck starten und dann langsam steigern, bis die gewünschte Reinigungsleistung erreicht ist. Druckbeständige Materialien sind Stein, Metall und Beton. Aufpassen muss man bei Lack, Kunststoff, verputzten Fassaden oder Holz. Wenn zum Beispiel Fichtenholz mit hohem Druck gereinigt wird, bleiben oft nur noch die harten Jahresringe bestehen – der Rest wird ausgewaschen. Am besten testet man die Reiniger dort, wo es nicht viel ausmacht, wenn doch mal was schiefgehen sollte – damit bei Fensterläden mit dem Dreck nicht auch noch die Farbe weg ist.