In der Kürbissaison häufen sich die Anfragen beim Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrum. «Das Problem sind nicht die Speise-, sondern die Zierkürbisse», sagt Pflanzenexpertin Andrée Meier-Abt.

In den letzten Jahren habe der Anbau von Zierkürbissen in der Schweiz stark zugenommen. Diese sind zwar eine Augenweide, bilden aber die giftigen Bitterstoffe Cucurbitacine, die beim Menschen bereits nach einigen Bissen zu heftigem Brechreiz und Durchfall führen. Da die Befruchtung über Bienen erfolgt, können Kreuzungen von Zier- mit Esskürbissen über grosse Distanzen stattfinden.

Meier-Abt rät, jeden Kürbis aus dem eigenen Garten vor der Zubereitung kurz zu testen: Schmeckt das Gemüse bitter, muss es sofort ausgespuckt und entsorgt werden. Kochen nützt nichts, denn die giftigen Stoffe sind hitzestabil.

Problemlos sind hingegen Kürbisgewächse, die in Gärtnereien kultiviert wurden: «Samen und Gemüse aus dem Fachhandel sind kontrolliert und giftfrei», versichert der Baselbieter Kantonschemiker Niklaus Jäggi.