Unter dem Schlagwort Wohngifte werden eine Vielzahl von Substanzen zusammengefasst, die im Wohnraum zu gesundheitlichen Beschwerden führen können. Allerdings ist es meist das Zusammenwirken von mehreren Stoffen, das das Wohlbefinden beeinträchtigt. Deshalb ist es in aller Regel unnütz und vor allem mit beträchtlichen Kosten verbunden, nach der Schädlichkeit eines einzelnen Stoffs zu fahnden. Zu den Wohngiften werden hauptsächlich gezählt:

  • Formaldehyd (aus Leimen, Spanplatten, Möbeln, Desinfektions- und Konservierungsmitteln, Textilien)
  • Holzschutzmittel, Insektizide, Fungizide (aus Lasuren, Imprägnierungen, Teppichen, Leder, Insektensprays)
  • Lösungsmittel (aus Farben, Verdünner, Kleber, chemischer Reinigung)
  • Asbest und andere Mineralfasern (aus Isolationen und defekten Bodenbelägen)
  • Weitere: Manche Fachleute reihen auch elektromagnetische Felder (Elektrosmog) und Radon unter den Wohngiften ei.

Das weiteres Wohngift lässt sich leicht vermeiden: Zigarettenrauch. Dass Passivrauchen ein massive gesundheitliche Belastung darstellt, ist heute unbestritten.