Ganz oben sollte das Hausmodell «Kira» stehen - möglichst nahe am Parzellenrand, mit viel Garten und viel Aussicht. Doch es kam anders, als sich Familie Hilpert aus Hofstetten SO das vorgestellt hatte: Das Grundstück ist unbebaut, und auf den St. Galler Fertighausbauer Swisshaus ist die Familie mächtig sauer.

Vor gut einem Jahr kauften Hilperts Land in Hofstetten. Bei den drei Treffen mit Swisshaus-Vertretern wurde das Wunschhaus der Familie - «Kira» ist das teuerste Modell im Firmenangebot - bis auf die letzte Küchenkachel fertig geplant. «Architekt und Bauleiter haben uns versichert, dass die Pläne niet- und nagelfest seien», sagt Kurt Hilpert.

Die Bauverwaltung der Gemeinde war da anderer Meinung und verweigerte die Baubewilligung: «Kira» war wegen eines Messfehlers fast eineinhalb Meter höher geraten, als es die kantonale Bauordnung erlaubt. Und die von Swisshaus vorgeschlagene Lösung, das Gebäude einfach tiefer in den Boden zu setzen, akzeptierte die Familie nicht.

Die Käufer kündigten den Vertrag und forderten die bereits überwiesenen 80’000 Franken zurück. Davon will Swisshaus nichts wissen und versucht die Schuld auf ihre Kunden abzuwälzen: Es wäre für Familie Hilpert «sicherlich von Vorteil gewesen», schreibt sie in einer Stellungnahme, «mit dem Landverkäufer vertraglich die Auflage unter Vorbehalt der Baubewilligung des geplanten Projekts aufzunehmen». Das unterliessen Hilperts - weil sie auf die planerischen Kompetenzen von Swisshaus setzten. Erstaunlich, dass ihnen die Firma das zum Vorwurf macht. Beide Parteien bauen jetzt auf den Friedensrichter.