Ausgerüstet mit Trillerpfeifen und Fahnen zogen Ex-Angestellte des Modehauses Schild an einem Augustnachmittag durch Basels Innenstadt. Sie protestierten gegen ihre Entlassung und forderten einen Sozialplan.

Im Oktober 2004 hatte Schild den Konkurrenten Spengler gekauft. Den Angestellten war versprochen worden, «alle Arbeitsverhältnisse werden ohne Einschränkungen übernommen». Doch schon bald folgte die erste Kündigungswelle (siehe Artikel zum Thema «Modehaus Schild: Ausverkauf der Mitarbeiter»).

Der öffentliche Druck zeigte Wirkung: Schild führte mit 13 Entlassenen Gespräche. Einigen wurde wieder ein Job angeboten, doch sei das Vertrauensverhältnis bei den meisten zu zerrüttet gewesen, sagt Sonia Regna von der Gewerkschaft Unia. Zumindest soll es in Zukunft nicht mehr zu Härtefällen kommen: Schild hat einen Sozialplan ausgearbeitet – allerdings ohne Beteiligung der Gewerkschaften. «Der Protest hatte dennoch Signalwirkung für den gesamten Detailhandel. Er zeigt, dass sich auch Verkäuferinnen wehren können», sagt Gewerkschafterin Regna.

Quelle: Archiv