Sie kann es sein – wenn man sich der Kosten bewusst ist. Das System ist einfach: Die Gesellschaft garantiert die Auszahlung von Schadenersatz und Mietzinsausständen an den Vermieter bis zur Höhe des Mietzinsdepots gemäss Mietvertrag. Nach Gesetz darf das Depot höchstens drei Monatsmietzinse betragen. Damit der Betrag ausbezahlt wird, muss der Vermieter – wie bei der herkömmlichen Kaution – seine Ansprüche gegen die Mieterin auf dem Rechtsweg durchsetzen. Oder die Mieterin muss ihr Einverständnis zur Leistung an den Vermieter erteilen. Aber aufgepasst:

Es handelt sich um eine Bürgschaft, nicht um eine Versicherung. Das bedeutet, dass die Gesellschaft den Betrag, den sie dem Vermieter bezahlt hat, von der Mieterin zurückfordern wird. Oft kann dann aber eine Abzahlung in Raten vereinbart werden.

Die Bürgschaft kann teuer werden


Wer sich für eine Depotbürgschaft interessiert, muss die Vertragsbedingungen genau studieren. Am verbreitetsten ist ein Produkt namens «SwissCaution». Dieses weist in seinen Unterlagen eine jährliche Prämie von vier Prozent des garantierten Betrags aus. Hinzu kommen Verwaltungskosten von 20 Franken pro Jahr. Für das erste Jahr ist statt der Prämie und der Verwaltungskosten eine einmalige Eintragungsgebühr von 200 Franken zu bezahlen. Wichtig: Es wird pro Kalenderjahr abgerechnet. Die vollen 200 Franken fürs erste Jahr bezahlt die Mieterin also auch, wenn sie die Garantie erst ab Dezember beansprucht. Und auch wenn das Mietverhältnis schon am 31. Januar endet, ist die ganze Jahresgebühr von vier Prozent plus 20 Franken geschuldet. In Extremfällen kann die Bürgschaft also ein teurer Spass werden. Zudem ist die Übertragung auf ein neues Mietobjekt nicht möglich. Ein Wohnungswechsel unter dem Jahr hat zur Folge, dass für das gleiche Jahr neben der vollen Prämie auch eine erneute Eintrittsgebühr von 200 Franken zu bezahlen ist.

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