Dino Lottini aus Langnau am Albis hatte allen Grund zur Freude: «Meine Freundin Silvia d’Angelo aus Italien kam immer öfter zu mir zu Besuch, es gefiel ihr bei mir. Sie konnte sich plötzlich ein Leben zusammen mit mir in der Schweiz vorstellen. Wir hofften damals beide, dass eine gemeinsame Zukunft bald Wirklichkeit würde.» Silvia d’Angelo plante, sich in der Schweiz als Italienischlehrerin selbstständig zu machen.

Ein paar Monate später war es dann so weit: Silvia d’Angelo blieb in der Schweiz, und ihr Aufenthalt musste geregelt werden. Doch Dino Lottini machte sich Sorgen, und er fragte sich: «Darf meine Freundin in der Schweiz überhaupt selbstständig arbeiten? Gibt ihr die Ausländerbehörde dafür eine Aufenthaltsbewilligung? Oder muss sie eine Arbeitsstelle vorweisen können?» Fragen über Fragen. Dino Lottini und Silvia d’Angelo waren verunsichert.

Lottini hatte Angst, dass ein illegaler Aufenthalt negative Folgen haben könnte. Deshalb meldete er sich beim Beobachter-Beratungszentrum. Dort erfuhr er, dass seine Freundin durchaus Chancen auf eine Bewilligung als selbstständig Erwerbende habe und wie er vorgehen muss. Selbstbewusst sparte sich Lottini sogar den Gang zum Zürcher Migrationsamt und erledigte den Papierkram per Internet.

Mit Erfolg. Zwei Monate später meinte Dino Lottini zur Beraterin: «Sie haben mir damals Mut gemacht, den Aufenthalt meiner Freundin zu regeln.» Silvia d’Angelo darf für vorläufig sechs Monate eine selbstständige Arbeit aufnehmen.