Nein. Will der Vermieter den Mietzins erhöhen, muss er sich an die gesetzlichen Vorschriften halten. Die Mietzins­erhöhung hat auf einem amtlichen Formular zu erfolgen, mit dem Sie gleichzeitig darüber informiert werden, innert welcher Frist und wo Sie sich gegen die Erhöhung zur Wehr setzen können. Der Vermieter muss die Mietzinsveränderung genau begründen. Die Erhöhung darf ausserdem erst auf den nächsten vertraglichen Kündigungstermin erfolgen.

Zusätzlich zur Kündigungsfrist muss er Ihnen eine Bedenkfrist von zehn Tagen einräumen, damit Sie fristgerecht kündigen können, falls Ihnen die Wohnung zu teuer wird. Beispiel: Die Mietzinserhöhung soll auf den 1. Oktober erfolgen. Sie haben im Vertrag eine Kündigungsfrist von drei Monaten und Kündigungstermine von Ende April und Ende Oktober. Also müssen Sie die Mietzinserhöhung spätestens am 20. Juli empfangen. Die von Ihrem Vermieter mitgeteilte Mietzinserhöhung ist somit ungültig.