Anna Peter, Fachbereich Wohnen:

Nein, die Vermieterin oder der Vermieter ist nicht dazu verpflichtet, während des laufenden Mietverhältnisses Schönheitsrenovationen vorzunehmen.

Bei einem Wandanstrich geht man zwar von einer durchschnittlichen Lebensdauer von zehn Jahren aus. Wenn er aber noch in Ordnung ist, muss er von der Vermieterschaft nicht erneuert werden. Erst wenn ein eigentlicher Mangel entstanden ist, muss renoviert werden – wenn die Wände beispielsweise schimmlige Stellen aufweisen, was zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Wenn Sie die vergilbten Wände hingegen aus rein ästhetischen Gründen neu streichen lassen wollen, müssen Sie das auf eigene Kosten tun. Dazu brauchen Sie allerdings die schriftliche Einwilligung des Vermieters. Unter Umständen ist er auch bereit, Ihnen bei Ihrem Auszug aus der Wohnung die Kosten des Anstrichs anteilmässig zurückzuerstatten. Lassen Sie sich eine solche Zusage am besten schriftlich bestätigen.

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