Die Nidwaldner Regierung und der Umweltschutzverband Rheinaubund wollen das meterhohe Wehr an dieser Stelle der Engelberger Aa schleifen, weil es die Laichwanderung der Fische behindere (siehe Artikel zum Thema «Umweltpolitik: Die Kleinkraftprobe»).

Kraftwerksbesitzer Sämi Zgraggen möchte hingegen «bald wieder ans Netz gehen». Er schöpft Hoffnung nach einem kürzlichen Entscheid des Bundesgerichts: Es hat die Regierung und den Rheinaubund zurückgepfiffen und Zgraggens «ehehaftes Wasserrecht» - ein zeitlich unbegrenztes und innerhalb der Familie übertragenes Nutzungsrecht - zur Stromproduktion geschützt. Der Fall wurde zur Neubeurteilung an die Regierung zurückgewiesen.

Doch ehe Zgraggens altehrwürdige Francis-Turbine wieder Strom produzieren kann, wird wohl noch einiges Wasser die Engelberger Aa ungenutzt hinunterfliessen. Der zuständige Nidwaldner Regierungsrat Hugo Kayser liess bereits verlauten, dass er das Wehr nach wie vor weghaben will - Wasserrecht hin oder her. Man wolle nun nach einer «vernünftigen Lösung» suchen. Vor drei Jahren hatte der Kanton 200'000 Franken für das Wasserrecht geboten, doch Zgraggen lehnte ab. Daraufhin wurde es ihm von der Regierung entzogen.

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