Was gilt es zu beachten, wenn man sein Heim saubermachen will, ohne die Umwelt zu verschmutzen? Es sind wider Erwarten nicht die alten Hausmittel, die die Biochemikerin Margrit Fischlin empfiehlt: «Viele Leute wissen Essig, Soda und Schmierseife nicht mehr richtig einzusetzen. Zudem sind diese traditionellen Reinigungsmittel nicht unbedingt harmlos; sie können bei falscher Anwendung Oberflächen beschädigen und die Gesundheit belasten.» Die 63-Jährige weiss, wovon sie spricht. Sie hat sich auf umwelt- und gesundheitsschonende Gebäudereinigung spezialisiert und berät unter anderen Hauswarte und Reinigungspersonal.

Bei der Produktewahl empfiehlt Fischlin, sich an die Ökolabel der Grossver­teiler, die EU-Blume oder das Sortiment der Reformläden zu halten: «Meist reichen Allzweckreiniger, Entkalker und Entfetter.» Gar nichts hält die Expertin von Düften und WC-Einhängern: «Die tragen überhaupt nichts zur Hygiene bei und belasten die Umwelt unnötig.» Zudem seien die Duftstoffe nicht gesund – vor allem für Kinder und empfindliche Personen. Aus demselben Grund sollte man die Finger von Putzsprays lassen: «Eingeatmete Sprühnebel können tief in die Lunge gelangen.» Als Hilfsmittel empfiehlt Fischlin Mikrofasertücher, einen Gummiabzieher für Glas sowie einen Handspiegel, mit dem man unter den WC-Rand blicken kann.

Ebenso wichtig wie das Reinigungsmittel sei die Vorgehensweise: «Zuerst sollte man das Etikett des Putzmittels lesen. Es informiert über Anwendungsbereich, Gefahren, den sicheren Umgang und die Dosierung.» Oft sei es sinnvoll, das Produkt etwas einwirken zu lassen. Und man solle nicht vergessen, dass Putzen mit Mechanik zu tun habe: «Je mehr man reibt, desto weniger Putzmittel braucht man.»