Ursula Zimmermann aus Rorschacherberg SG kündigte vor kurzem ihre Mietwohnung, die beim Einzug vor gut vier Jahren neu renoviert worden war. «Bei der Wohnungsabgabe verlangte die Verwaltung, dass ich für die Bilderschatten sowie winzig kleine Flecken in zwei Zimmern die Malerarbeiten zu 47 Prozent bezahlen müsse.» Der Vermieter befand, die Mieterin hätte die Bilder nicht ganz an die Wand hängen dürfen.

Ursula Zimmermann war sich allerdings keiner Schuld bewusst, hatte sie doch auch bei anderen Mietern Bilder an den Wänden gesehen - ganz normal aufgehängt. Ausserdem hatte die Mieterin nie geraucht, weshalb sie sich für die besagten Schatten in keiner Weise verantwortlich fühlte. «Ich vermerkte dies auch so im Übergabeprotokoll, doch die Verwaltung wollte trotzdem malen lassen.»

Ursula Zimmermann liess sich nicht einschüchtern und wandte sich an das Beobachter-Beratungszentrum. Die Auskunft war klipp und klar: Zimmermann befand sich im Recht. Daraufhin schrieb sie dem Vermieter, dass Bilderaufhängen zum normalen Gebrauch einer Mietwohnung gehöre und allfällige Schatten nicht den Mieterinnen oder Mietern angelastet werden dürfen.

Zwei Wochen später meldete sich Ursula Zimmermann erleichtert beim Beratungszentrum: Sie habe von der Verwaltung positiven Bescheid erhalten, sie müsse nichts bezahlen. «Ich habe beim Beobachter schon mehrmals Rat gesucht und immer wertvolle Ratschläge erhalten», so Ursula Zimmermanns Dank per E-Mail.

Quelle: Daniel Ammann