Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die ausländische Nachfrage nach Grundstücken in der Schweiz so stark an, dass der Kauf 1961 durch einen Bundesbeschluss, die Lex von Moos, bewilligungspflichtig wurde. Turbulenzen auf den Finanzmärkten führten dann Anfang der siebziger Jahre dazu, dass grosse Summen ausländischer Gelder in Schweizer Immobilien investiert wurden. Mit der Lex Celio wurde diese spekulative Geldanlage 1972 verboten. Weil die Zahl der Bewilligungen aber dennoch stark zunahm, verschärfte das Parlament die Lex von Moos ein Jahr später. Mit der Lex Furgler wurden 1974 die Hürden nochmals erhöht. Man sprach vom «Ausverkauf der Heimat», dem der Riegel geschoben werden sollte.

Diese Überfremdungsangst fand mit Verzögerung Einzug ins Gesetz, und die 1983 erlassene Lex Friedrich beschränkte den Grundstückserwerb durch Ausländer ausdrücklich, um die «Überfremdung des einheimischen Bodens zu verhindern». Ein kompliziertes Kontingentssystem für Zweitwohnungen löste das bisherige System ab. Das Freizügigkeitsabkommen mit der EU von 1999 hob dann die meisten Beschränkungen der aktuellen Lex Koller auf. Von der geplanten Streichung des Gesetzes verspricht sich der Bundesrat wirtschaftliche Impulse und sieht die «Gefahr einer Überfremdung des einheimischen Bodens» nicht mehr gegeben.

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