Baufirmen haben im Engadin jahrzehntelang die Preise abgesprochen und Private und die Allgemeinheit um Millionen betrogen. Bis Adam Quadroni, Bauunternehmer aus Ramosch GR, die Machenschaften publik machte.

2006 stieg der heute 48-Jährige aus dem Kartell aus. Die Folgen: Die Mitglieder schwärzten ihn bei Kunden und Lieferanten an, seine Geschäfte liefen immer schlechter.

2009 beschloss Quadroni, das Kartell auffliegen zu lassen. Doch beim Kanton sah man lieber weg.

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Erst 2012 gelangten die Beweise in die richtigen Hände: Die Wettbewerbskommission untersuchte den Fall, sieben Firmen wurden diesen Frühling mit 7,5 Millionen Franken gebüsst.

Der Skandal brachte den Geschäftsführer des kantonalen Baumeisterverbands zu Fall: Andreas Felix trat als Parteipräsident der BDP Graubünden zurück und verzichtete auf die Regierungsratskandidatur.

Die Bündner dankten Quadroni die Zivilcourage nicht, grenzen ihn bis heute sozial und beruflich aus. Seine Firma, die einst bis zu 45 Angestellte beschäftigte, wurde ausgehungert. Man sorgte dafür, dass er keinen auch noch so kleinen Auftrag mehr erhielt, lieferte ihm kein Kies mehr, keinen Beton.

Unter fadenscheinigen Vorwänden verhaftete man ihn mit einem 13 Mann starken Überfallkommando und steckte ihn in die Psychiatrie. Sogar Morddrohungen erhielt er. Seine Frau verliess ihn und nahm die Töchter mit.

Das Schicksal des Whistleblowers hat alt Bundesrichter Giusep Nay auf den Plan gerufen, der sich bis heute für ihn einsetzt.

Quadroni, der mit seiner Firma Konkurs anmelden musste, hilft für ein Taschengeld auf einem Bauernhof und kämpft dafür, seine Töchter wieder zu sich nehmen zu können.

 

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