Ein Sonntag im letzten Oktober in Flums SG, beim Eindunkeln. Beatrix «Trix» und Wendelin Marthy sind auf der Heimfahrt. Beim Postplatz hören sie Schreie. Als würde jemand zusammengeschlagen.

Sie stoppt das Auto, er steigt aus. Es ist keine Schlägerei. Ein 17-Jähriger hatte ein junges Paar mit Kinderwagen mit einem Beil angegriffen. Ohne Anlass. Hinterrücks. Und brutal.  Der Vater geht unter den Beilhieben schwer verletzt zu Boden. Er reisst beim Sturz den Wagen mit sich, in dem sein achtmonatiger Sohn liegt.

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Wendelin Marthy sieht den leblosen Vater am Boden nicht. Der Täter schlägt mit dem Beil auf die Mutter ein, die sich am Boden windet. Marthy schreit ihn an. Der Täter lässt von der Mutter ab, er steht auf.

Ein Riese mit Kapuze, der erneut mit dem Beil ausholt. Marthy kann noch die Hand vor den Kopf ziehen, da trifft auch ihn die Klinge. Der Hieb ist heftig, überall Blut.

Dann geht der Angreifer auf Marthys Frau los. Sie hat die Polizei gerufen und ist ebenfalls ausgestiegen. Sie versucht, den Täter in Schach zu halten, schreit ihn ununterbrochen an, ruft um Hilfe. Der Angreifer setzt sich ins Auto der Marthys, sie versucht ihn am Wegfahren zu hindern. Er schlägt ihr das Beil ins Handgelenk.

Seine Fahrt endet wenig später in einem Zaun. Zu Fuss geht der 17-Jährige zu einer Tankstelle und verletzt zwei weitere Menschen. Dort wird er von der Polizei angeschossen und ins Spital gebracht – wie die sieben Menschen, die seinetwegen verletzt wurden.

Wenn man den Marthys sagt, sie hätten sich in Gefahr gebracht, antworten sie: Schlimm wäre, wenn sie nicht eingegriffen hätten und der Täter einen oder mehrere Menschen hätte töten können.

Und: «Man sollte mehr zueinander schauen. Dann könnte man vieles verhindern.»

 

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