Die Route Verte

Die neu gestaltete Route führt von Schaffhausen bis Genf durch die sanften Hügellandschaften des Jurabogens. Die fordernde Tour ist für E-Bikes konzipiert und in 7 Etappen aufgeteilt, die zwischen 45 und 80 Kilometer lang sind. Sie führt über Velowege, die sich vorwiegend auf wenig befahrenen Nebenstrassen befinden. (www.larouteverte.ch)

1. Anhalten und Degustieren

Der erste Naturpark, den man auf der Route Verte durchquert, ist der Naturpark Schaffhausen. Er liegt mitten im Weinbaugebiet. Hier haben bereits die Römer Wein angepflanzt, später dann auch die Ordensleute des Schaffhauser Klosters.

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Degustieren kann man bei verschiedenen Winzern. Zum Beispiel im Winzerdorf Hallau, dem Zentrum des Weinbaugebiets. Am 1., 4. und 5. Mai finden in der Region Tage der offenen Weinkeller statt. (www.offenerweinkelller.ch)

Wein

Im Naturpark Schaffhausen kann man bei verschiedenen Winzern Wein degustieren.

Quelle: Anne Seeger und Andrea Klaiber
2. Staunen und Naschen

Ausladende Apfel- und Kirschbäume gehören seit Jahrhunderten zur Landschaft des Aargauer Juras. Es lohnt sich, diese Ökosysteme genauer zu inspizieren: etwa auf dem Chriesiwäg in Gipf-Oberfrick, einem 5 Kilometer langen Rundweg. Beste Zeit: April bis Mai, wenn die Bäume (je nach Witterung) in voller Blüte stehen. Oder Mai bis Juni. Dann darf man von den markierten «Pflück-mich-Bäumen» nach Herzenslust Kirschen naschen.  (www.jurapark-aargau.ch)

Kirschbaum

Äpfel- und Kirschbäume gibt es reichlich zu bestaunen im Aargauer Juras.

Quelle: Anne Seeger und Andrea Klaiber
3. Wunderbar wandelbar

Im Solothurner Jura, zwischen Weissenstein und Wasserfallen, versteckt sich der Naturpark Thal: Er liegt zwischen den Gebirgszügen des Juras und ist nur durch eine schmale Klus vom Mittelland getrennt. Natur- und Kunstliebhaber machen einen Stopp beim Holzweg Thal. Der lokale Gestalter und Künstler Sammy Deichmann hat im Wald interessante  Eingriffe in die Natur vorgenommen, die sich im Lauf des Jahres stets wieder anders präsentieren. (www.naturparkthal.ch)

Holzweg

Auf dem Holzweg Thal im Solothurner Jura können verschiedene Kunstwerke aus Holz begutachet werden.

Quelle: Anne Seeger und Andrea Klaiber
4. Den Pferden auf der Spur

Die Wytweiden sind ein Wahrzeichen des Juras. Und ebenso die Pferdeherden, die sich ab Mai relativ frei auf ihnen bewegen. Dank einer periodisch von den Pferdezüchtern aktualisierten Karte kann man als Durchreisender nun herausfinden, wo sich die Herden gerade befinden, und die Route entsprechend anpassen. Auf der Karte findet man auch eine Agenda mit den regionalen Pferde-Events und die Adressen verschiedener Pferdezüchter, deren Höfe man besuchen kann. (www.chevaux-jura.ch), (www.parcdoubs.ch)

Pferd

Die Pferdeherden auf den Wytweiden sind ein Wahrzeichen des Juras.

Quelle: Anne Seeger und Andrea Klaiber
5. Mauern ohne Mörtel

Auf der fünften Etappe der Route Verte, im Regionalpark Chasseral, entdeckt man viele Trockenmauern, ein weiteres Wahrzeichen des Juras. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden sie gebaut, um Parzellen voneinander abzugrenzen. Man verwendete dazu die Steine, die man zuvor von den Wiesen geräumt hatte. Heute setzen sich die Bewohner des Regionalparks für den Erhalt des Kulturguts ein. An gewissen Tagen können Interessierte beim Unterhalt helfen. (www.parcchasseral.ch)

Trockenmauern

Im Regionalpark Chasseral im Jura können Trockenmauern begutachtet werden.

Quelle: Anne Seeger und Andrea Klaiber
6. Der Reiz der grünen Fee

Auf der sechsten Etappe der Route lohnt sich ein Abstecher ins Museum Maison de l’absinthe in Môtiers. Der legendäre Schnaps wurde 1910 verboten – weil er die Menschen wegen des hohen Thujongehalts im Wermut in den Wahnsinn getrieben haben soll. Dennoch wurde er unter dem Namen «grüne Fee» oder «die Blaue» weiterproduziert. Im Maison de l’absinthe erfährt man viel Wissenswertes über die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung des Kultgetränks.  (www.maison-absinthe.ch)

Absinth

Der Schnaps Absinth wurde in seiner Verbotszeit auch «grüne Fee» oder «die Blaue» genannt.

Quelle: Anne Seeger und Andrea Klaiber
7. Klingende Fichten

Mehr als die Hälfte des Naturparks Jura vaudois ist bewaldet. Einer dieser Wälder ist besonders berühmt: Im Risoud-Wald wachsen kostbare Fichten, deren Holz auf der ganzen Welt von Geigenbauern geschätzt wird. Sogenannte Baumpflücker suchen jeweils diejenigen Fichten, die am vielversprechendsten für den Instrumentenbau sind. Bei einem Besuch der JMC Lutherie SA in Le Brassus kann man in die Geheimnisse des Instrumentenbaus eintauchen.  (www.jmclutherie.com),  (www.parcjuravaudois.ch)

Gitarre

Das Holz der Fichten des Risoud-Walds im Jura vaudois wird zur Herstellung von Gitarren verwendet.

Quelle: Anne Seeger und Andrea Klaiber
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Deborah Bischof, Redaktorin
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