Hautkrankheiten Wenns juckt

Bei brennender oder geröteter Haut können Hautkrankheiten im Spiel sein. Die häufigsten Hautleiden im Überblick – und was man dagegen tun kann.

Die häufigsten Hautkrankheiten im Überblick:

Akne

Sie tritt meistens in der Pubertät auf, kommt aber 
auch bei Erwachsenen vor. 
Bei einer Akne entstehen Mitesser (Comedonen), entzündliche Pusteln und Knoten in der Haut. Es ist ratsam, die Behandlung einer stärkeren Akne mit dem Hautarzt zu besprechen. 
Die Akne kann mit Cremes, Gels, Lotionen und wenn 
nötig Medikamenten zum Einnehmen behandelt 
werden.

Ekzem durch Allergie

Die Haut reagiert mit Juckreiz, Bläschen und Rötungen, 
wenn sie in Kontakt mit Stoffen kommt, auf die sie allergisch ist. Auslöser können etwa 
Seifen, Bleichmittel, Kosmetika oder nickelhaltige Metalllegierungen sein (z.B. in Schmuck). Ein Arztbesuch ist ratsam: 
Abhilfe können kortisonhaltige Präparate und allenfalls zusätzlich Antiallergika in Tablettenform schaffen.

Infos: aha! Schweizerisches Zentrum für Asthma, Haut und Allergie: www.ahaswiss.ch

Fieberbläschen 
(Herpes)

Viele Menschen leiden immer wieder an Lippenbläschen. 
Wer einmal mit dem Herpes-
Virus infiziert ist, behält ihn ein Leben lang im Körper. Meistens hält das Immunsystem den Erreger in Schach. Bei Stress, Erkältung, zu viel Sonne oder hormonellen Veränderungen können Viren wieder aktiv werden und die Bläschen auslösen. In Apotheken sind Virusmittel, austrocknende und desinfizierende Salben erhältlich.

Fusspilz

Juckende und brennende Stellen am Fuss deuten auf Fusspilz hin. Oft breitet sich 
der Fusspilz von den Zwischenräumen der Zehen aus. Fusspilz ist sehr verbreitet und auch 
ansteckend. Man reduziert 
das Fusspilzrisiko, wenn man im Schwimmbad Badeschuhe trägt und die Zehenzwischenräume sorgfältig abtrocknet. Salben gegen Fusspilz sollte man auch dann noch auftragen, wenn die Beschwerden abgeklungen sind.

Neurodermitis

Die Hautkrankheit, die häufig schon im Kindesalter auftritt, äussert sich durch starken Juckreiz, Hauttrockenheit und Ekzeme. Durch das Kratzen der Haut kann sich die Haut noch stärker entzünden. 
Die klassische Therapie für Neurodermitis besteht in 
Kortisonpräparaten, es gibt aber auch kortisonfreie Therapiemöglichkeiten.

Grosse 
Spitäler, z.B. das Zürcher Unispital, bieten eine Neuro
dermitis-Sprechstunde an.

Rosazea 
(auch Kupferrose)

Die Gesichtshaut zeigt bei 
dieser chronischen Erkrankung fleckenförmige Rötungen, 
erweiterte Äderchen, oft auch Knötchen und Pusteln. UV-Licht, Hitze, Kälte, scharfe 
Speisen oder Stress können 
Rosazea verstärken. Wichtig 
ist eine sorgfältige Pflege 
mit speziellen Cremes und 
Lotionen.

Schuppenflechte 
(Psioriasis)

Bei der chronischen, entzündlichen Hauterkrankung tauchen – am häufigsten an den Aussenseiten der Ellbogen - und 
Kniegelenke sowie an der 
Kopfhaut silbrigweiss schuppende Stellen auf. Dagegen setzt der Arzt Therapien wie Lichttherapie, Badetherapie 
mit Meersalz, Salben oder 
Medikamente zum Einnehmen ein.

Vitilogo 
(Weissfleckenkrankheit)


Typisch für Vitilogo sind 
weisse, pigmentfreie Flecken auf der Haut, die entstehen, weil die Melanozyten (Zellen, die Pigmente produzieren), 
zerstört werden. Die Ursache dafür ist unbekannt. Die Krankheit ist nicht ansteckend und ungefährlich. Die betroffenen Stellen sind aufgrund der 
fehlenden Pigmente stark 
sonnenbrandgefährdet. Als Therapie kommen Kortisonsalben oder UV-Lichttherapien zum Einsatz.

Warzen

Die kleinen oder grösseren Hautwucherungen sind 
harmlos, aber ansteckend, 
da sie durch eine Virusinfektion entstehen. Daher sollte man Warzen wenn möglich behandeln. In Apotheken sind dafür spezielle Lösungen oder 
Pflaster erhältlich. Von Warzen sind viele Kinder und Jugend
liche betroffen. Oft verschwinden die Warzen irgendwann von selbst, häufig sind sie jedoch sehr hartnäckig.

Autor:
  • Susanne Wagner
Bild:
  • Getty Images