Referenzzinssatz Tiefere Miete – wenn die Mieter aktiv werden

Mieter, deren Mietzins noch auf dem Satz von 2,25 Prozent basiert, können auf den nächsten möglichen Kündigungstermin eine Senkung verlangen.
Erstmals seit September 2013 sinkt der Referenzzinssatz.

Der Referenzzinssatz sinkt auf 1,75 Prozent. Unser Musterbrief hilft, die Ihnen zustehende Mietzinssenkung durchzusetzen - wenn Sie ihn bis Ende Juni abschicken.

aktualisiert am 01. Jun 2015 09:54

Der Referenzzinssatz sinkt von 2,0 Prozent auf 1,75 Prozent, wie das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) bekanntgab. Mieter können jetzt eine Mietzinsreduktion auf den nächstmöglichen Kündigungstermin beantragen, wobei das Senkungsbegehren vor Beginn der Kündigungsfrist beim Vermieter eintreffen muss (bei vielen Mieterschaften ist dies Ende Juni 2015). Mietzinsen, die auf den bisher massgeblichen 2,0 Prozent basieren, reduzieren sich um 2,91 Prozent. Dagegen verrechnen kann der Vermieter allerdings die seit der letzten Mietzinserhöhung oder seit Vertragsschluss aufgelaufene Teuerung und allgemeine Kostensteigerung.

Dass Mieter selber aktiv zu werden haben und nicht Vermieter die Senkung automatisch weitergeben müssen, hat Auswirkungen: Eine Umfrage des Vergleichsdienstes comparis.ch hat bei einer vergangenen Senkung des Referenzzinssatzes gezeigt, dass nicht einmal ein Drittel aller Mieter profitiert haben. Gute zwei Drittel derjenigen Mieter, die damals eine Mietzinsanpassung erhalten haben, mussten nichts dafür tun: Bei ihnen hat der Vermieter den Mietzins fairerweise von sich aus gesenkt.

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Autor:
  • Patrick Strub
Bild:
  • Thinkstock Kollektion