Nein, ein Rekord sei nicht ihr Ziel gewesen, sagt Bauer Arnold Brunner aus Waltensburg GR. «Wir wollten im Alter einfach auf nur einer Etage leben.» Zudem hätten sich seine Frau Ursula Bapst Brunner und er bei ihrem Neubau gedeckte Terrassen gewünscht. «So kamen wir am Ende auf 270 Quadratmeter Dachfläche.» Dass sie aus ökologischen Gründen eine Fotovoltaikanlage wollten, war klar, und wegen der Optik wurde sie so gross wie das Dach. Nun produziert das Haus gut das Achtfache des eigenen Energiebedarfs – laut den Ausrichtern des Schweizer Solarpreises ein Weltrekord.

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Mit dem Stromüberschuss des Hauses, das mit dem Norman Foster Solar Award 2020 ausgezeichnet wurde, könnten 25 Elektroautos jährlich 12'000 Kilometer weit fahren. Trotz naturgemäss geringem Eigenverbrauch rechnet sich die Anlage. «Schliesslich konnten wir uns eine andere Dachabdeckung sparen, weil es eine Indach-Anlage ist. Ich schätze, sie ist spätestens nach 15 Jahren amortisiert», sagt Brunner.