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WeinWie erkennt man «Zapfen»?

Rotwein
Rotweine sollten lieber etwas zu kühl sein, also einige Grade unter Zimmertemperatur ausgeschenkt werden. Bild: Thinkstock Kollektion

Kein Getränk beschäftigt die Leute in der westlichen Welt mehr als der Wein. In entsprechenden Kursen werden immer wieder die gleichen Fragen gestellt. Hier die Antworten.

von Christoph Stockaraktualisiert am 2016 M11 17

Welcher Wein passt zu welchem Essen?

Bei dieser Frage hat sich in den letzten Jahren viel verändert, man geht nicht mehr so dogmatisch an sie heran. Rotwein zu Fisch? Warum nicht, aber nur wenn er nicht zu viele Gerbstoffe enthält. Im Lauf ­eines Menüs bewährt sich folgendes Vorgehen: von leichten zu schweren Weinen, von jungen zu alten und von weissen zu roten. Einzig zu Suppe und Salat wird kein Wein gereicht.

Wie soll man Wein lagern?

Wo der Wein liegt, spielt keine grosse Rolle. Was er allerdings nicht mag, sind Temperaturschwankungen. Optimal ist ein Keller, da es dort meist auch dunkel ist. Denn Licht mag der gute Tropfen ebenfalls nicht. Ist es im Lagerraum zudem sehr trocken, besteht die Gefahr, dass der Korken austrocknet, was den Wein schneller altern oder «kippen» lässt.

Was ist die richtige Trinktemperatur?

Die Regel, Weisswein kalt und Rotwein bei Zimmertemperatur auszuschenken, stimmt. Es gilt, Folgendes zu beachten:

 

  • Leichte Weissweine (auch Prosecco und Champagner ­ohne Jahrgang) sind optimal bei sechs bis acht Grad. Im Kühlschrank: vier bis sechs Stunden, im Gefrierfach pro Grad eine Minute (gilt auch für Zeitdauer im Kübel mit Eis).
     
  • Rosé und gehaltvolle Weissweine: zehn Grad. Bei tieferer Temperatur drängt sich bei holzgereiften Weinen der Holzton zu sehr auf.
     
  • Edelsüsse Weine und Jahrgangschampagner: höchstens 12 Grad.
     
  • Rotweine mit wenig Gerbstoffen (Gamay, Dôle, leichterer Pinot noir): 12 bis 14 Grad.
     
  • Cabernet Sauvignon und schwere Weine: 16 Grad.
     
  • Generell gilt: lieber etwas zu stark kühlen als zu wenig.

Wie viel Wein schenkt man ein?

Das Glas nie höher als bis zu ­einem Drittel füllen. Das ist meist an der Stelle erreicht, an der das Glas am breitesten ist. So erhält der Wein optimal ­Sauerstoff. Ausnahme: das hohe Champagnerglas, das zu zwei Dritteln gefüllt wird. Die Flasche jeweils so halten, dass sich die Etikette unter der einschenkenden Hand befindet.

Woran erkennt man einen Korkfehler?

In der Nase oder spätestens im Mund riecht der Wein nach Kork. Oder nach Moder. Oder nach nassem Hund. Wenn Sie nicht sicher sind, reichen Sie das Glas an die Begleitung oder den Weinkellner weiter. Tipp: Wenn Sie eingeladen sind, ist es nicht an Ihnen, etwas zu beanstanden. Tapfer werden Sie Wein mit «Zapfen» trinken, ausser die Situation erlaubt es, darauf hinzuweisen.

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