Es war ein reiner Zufallstreffer. Die Grenzwächter am unbewachten Grenzübergang bei Basel entdeckten in einem kleinen Auto zwei Hunde und zwei Katzen, eingepfercht in Transportboxen. Am Steuer ein Mann, daneben seine Partnerin. Alles sah harmlos aus. Doch die Zöllner wurden stutzig, als das Paar für die Tiere russische und ukrainische Dokumente vorwies. Sie ordneten eine Durchsuchung an.

Im BH der Beifahrerin fanden sie eine detaillierte Liste mit mehr als zwei Dutzend Adressen. Ein eigentlicher Reiseplan mit Datum, Lieferort und Preis. Offensichtlich war die Fahrt in die Schweiz nur die letzte Etappe einer Odyssee quer durch Europa. Gemäss der Liste hatten die Tierschmuggler zuvor Hunde und Katzen nach Österreich, Deutschland, in die Nieder­lande und nach Italien geliefert.