Kita

  • Was?
    Die Kindertagesstätte (Kita) oder Kinderkrippe ist fürs Vorschulalter gedacht. Die Kinder werden in möglichst konstanten, meist altersgemischten Gruppen von professionellen Kleinkindererziehern nach einem pädagogischen Konzept betreut.
     
  • Für wen?
    Alle, die feste Strukturen schätzen. Es gelten die Regeln der Kita, meist mit fixen Bring- und Holzeiten. In der Kita wird im Team gearbeitet, das gewährleistet eine gegenseitige Kontrolle und einen gewissen Betreuungsstandard.
     
  • Rechtliches
    Kitas müssen kantonale Vorgaben erfüllen und sind bewilligungspflichtig. Es gilt ein fixer Betreuungsschlüssel (Anzahl Betreuende pro Kind), je nach Alter der Kinder.
     
  • Kosten
    Kita-Plätze werden teilweise vom Kanton subventioniert. Die Kosten richten sich nach dem Einkommen der Eltern.
     
  • Zu beachten
    Räumlichkeiten, Betreuungsschlüssel, Anteil Lehrlinge/Praktikantinnen auf ausgebildete Betreuende Kindertagesstätten Eine Kita ist kein Kinderspiel , Verpflegungsplan, pädagogisches Konzept. Besichtigen Sie die Kita unbedingt, stellen Sie auch kritische Fragen. Vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl. Sie sollten sich in der Kita und im Kontakt mit den Betreuungspersonen wohl fühlen.
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Kinderbetreuung: Eine Busse von der Krippe?

Beobachter-Abonnenten erhalten Antworten zu weiteren Fragen rund um die Kinderbetreuung durch eine Kita.

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Hort, Mittagstisch

  • Was?
    In den sogenannten schulergänzenden Tagesstrukturen verbringt das Kind die Zeit vor und nach Kindergarten oder Schule. Es wird von Hortnern oder Sozialpädagoginnen betreut, die auch bei Schularbeiten unterstützen. Oft besuchen Kinder bloss den Mittagstisch oder eine Randzeitenbetreuung.
     
  • Für wen?
    Berufstätige Eltern, die über Mittag oder nach Schulschluss ihre Kinder nicht selber betreuen können.
     
  • Rechtliches
    Je nach Organisationsform ist die Betreuung bewilligungspflichtig.
     
  • Kosten
    Meist werden Mittagstische und schulergänzende Betreuungsangebote subventioniert. Die Kosten richten sich dann nach dem Einkommen der Eltern.
     
  • Zu beachten
    Achten Sie auf die Räumlichkeiten, die Ausbildung der Betreuungspersonen und das pädagogische Konzept. Erkundigen Sie sich nach der Gruppengrösse und dem Alter der betreuten Kinder. In der Unterstufe kann eine grosse Gruppe mit vielen älteren Kindern und wenig Betreuungspersonal eine Herausforderung für Ihre Kinder sein.
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Grosseltern

  • Was?
    Viele Grosseltern betreuen Enkelkinder sehr gern – für die Eltern eine günstige Variante. Aber: Mit fixen Betreuungstagen sind die Grosseltern stark gefordert. Ganztägige Kinderbetreuung ist anstrengend und kann schnell zur grossen Belastung werden.
     
  • Für wen?
    Familien, deren Grosseltern in der Nähe leben und einsatzbereit sind.
     
  • Rechtliches
    Es ist keine Bewilligung notwendig.
     
  • Kosten
    Können frei vereinbart werden, oft verlangen Grosseltern keine Gegenleistung oder höchstens eine Spesenentschädigung.
     
  • Zu beachten
    Die anfängliche Freude kann schnell umschlagen, wenn es zu Uneinigkeit bei der Erziehung kommt. Deshalb von Anfang an die beidseitigen Erwartungen besprechen. Zudem müssen Ferien abgesprochen werden, und die Eltern müssen schnell eine alternative Betreuung finden können, sollten die Grosseltern aus gesundheitlichen Gründen mal ausfallen.
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Kinderbetreuung: Entschädigung für Grosseltern?

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In unserer Facebook-Live-Sendung beantwortete Beobachter-Beraterin Helena Ott die Frage, ob Grosseltern eine Entschädigung zusteht, wenn das Enkelkind regelmässig bei ihnen lebt.

Quelle: Brightcove

Nanny

  • Was?
    Die Nanny stellen Sie an. Vorteil: Sie müssen die Kinder morgens nicht wegbringen und abends nicht abholen. Anders als in der Kita werden die Kinder auch bei Krankheit betreut. Als Arbeitgeber haben Sie ein Weisungsrecht und können entscheiden, wie die Nanny die Kinder erziehen soll.
     
  • Für wen?
    Eltern, die auf Flexibilität Wert legen und gern selbst bestimmen, wie ihr Kind betreut wird.
     
  • Rechtliches
    Die Nanny stellen Sie mit einem Arbeitsvertrag an. Sie gilt als Hausangestellte und ist dem kantonalen Normalarbeitsvertrag unterstellt. Als Arbeitgeber müssen Sie neben dem Lohn auch für Sozialabgaben und Versicherungen aufkommen. Die Nanny hat Anspruch auf Pausen, Ruhezeiten, Freizeit und Ferien – Sie haben also keine Rund-um-die-Uhr-Betreuung.
     
  • Kosten
    Sie können den Lohn mit der Nanny frei vereinbaren – unter Umständen gilt jedoch ein Mindestlohn für Hausangestellte.
     
  • Zu beachten
    Die Nanny sollte Erfahrung und idealerweise auch eine entsprechende Ausbildung mitbringen. Sie haben zwar ein Weisungsrecht, aber besser ist es, wenn Ihre Vorstellungen von Erziehung und Betreuung ohnehin übereinstimmen. Eine Nanny arbeitet selbständig und ohne direkte Kontrolle. Verlangen Sie Referenzen und versichern Sie sich während der Einarbeitungszeit, dass Sie volles Vertrauen haben können.
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Babysitter

Der Betreuungsklassiker für zwischendurch. Juristisch zu beachten: Eltern werden durch die Beschäftigung eines Babysitters Babysitter anstellen Worauf müssen Eltern achten? zu Arbeitgebern. Meist gilt das jedoch als sogenannter Sackgeldjob (Babysitter ist maximal 25 Jahre alt, Jahreslohn weniger als 750 Franken). Deshalb müssen keine Sozialversicherungsbeiträge bezahlt und keine Unfallversicherung abgeschlossen werden.

Au-Pair

  • Was?
    Au-pairs – meist Schulabgänger – eignen sich nicht zur regelmässigen, alleinigen, ganztägigen Kinderbetreuung. Denn Zweck ihres Aufenthalts ist in erster Linie sprachliche und allgemeine Weiterbildung. Zudem ist die Betreuung eines Kleinkindes anspruchsvoll. Stellen Sie sicher, dass weder Au-pair noch Sprössling überfordert ist.
     
  • Für wen?
    Wenn Sie Unterstützung suchen, aber selbst auch einspringen und das Au-pair unterstützen können.
     
  • Rechtliches
    Au-pair-Aufenthalte werden meist über Agenturen organisiert. Au-pairs dürfen höchstens 30 Stunden pro Woche arbeiten, neben Kinderbetreuung sind nur leichte Hausarbeiten erlaubt. Ein Sprachkurs ist obligatorisch. Au-pairs haben Anspruch auf ein eigenes Zimmer. Die Arbeitsbedingungen richten sich nach dem Normalarbeitsvertrag für Hausangestellte des jeweiligen Kantons.
     
  • Kosten
    Neben dem Lohn haben Au-pairs Anspruch auf Kost und Logis. Zudem muss die Gastfamilie meist für den Sprachkurs aufkommen, Sozialversicherungsbeiträge zahlen und eine Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung abschliessen. Au-pairs aus dem Ausland brauchen zudem eine Krankenversicherung.
     
  • Zu beachten
    Das Au-pair wohnt bei Ihnen und sollte wie ein Familienmitglied behandelt werden. Deshalb sollte es gut zu Ihnen passen. Lernen Sie sich also zuerst mal kennen.
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Tagesfamilie

  • Was?
    Eine Tagesmutter betreut ein oder mehrere Kinder bei sich zu Hause. Oft hat sie auch eigene Kinder. Dadurch entsteht eine familiäre Atmosphäre.
     
  • Für wen?
    Eltern, die besonderen Wert auf familiäre Atmosphäre legen. Bei der Tagesfamilie können sich die Kinder im Idealfall wie zu Hause fühlen. Zudem können die Betreuungszeiten oft individuell vereinbart werden.
     
  • Rechtliches
    Die Tagesmutter untersteht unter Umständen einer Meldepflicht gemäss Pflegekinder-Verordnung sowie kantonalen Regelungen. Keine Meldepflicht gibt es, wenn Nachbarinnen, Bekannte oder Familienmitglieder sich als Tagesmutter zur Verfügung stellen. Vorsicht: Bewilligungspflichtig wird die Tätigkeit von Tagesmüttern, wenn sie aufgrund der Anzahl Kinder faktisch zum Kinderhort werden («Heimpflege») oder wenn Kinder häufig oder regelmässig auch über Nacht betreut werden («Familienpflege»).
     
  • Kosten
    Selbständige Tageseltern können ihren Lohn selbst festlegen respektive verhandeln. Tagesmuttervereine haben meist einen festen Tarif.
     
  • Zu beachten
    In der Tagesfamilie ist das Kind in den Alltag integriert. Für Eltern ist also wichtig, dass die Tagesmutter ihr Kind so betreut und erzieht, dass es auch mit dem eigenen Erziehungsstil übereinstimmt. Achten Sie darauf, dass die Tagesmutter nicht zu viele Kinder betreut, da alle Zeit und Aufmerksamkeit beanspruchen.
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Mehr zu Kinderbetreuung bei Guider

Für Eltern mit Kleinkindern ist jede Hilfe bei der Kinderbetreuung willkommen. Sei es, dass eine Babysitterin gelegentlich abends vorbeikommt, damit Mama und Papa etwas Freizeit geniessen können, oder sei es für berufstätige Eltern, die auf eine Tagesmutter oder eine Kindertagesstätte angewiesen sind. Bei Guider finden Beobachter-Abonnenten nicht nur hilfreiche Anlaufstellen, sondern erfahren auch, was ihre Rechte und Pflichten gegenüber diesen Institutionen und Personen sind.

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Tina Berg, Redaktorin

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