Dieses Vorurteil stimmt: Die Schweiz ist ein Versicherungsland. Mehr als 50 Milliarden Franken geben wir jedes Jahr für nicht obligatorische Versicherungen aus, 6588 Franken pro Kopf. Ist das gut investiertes Geld? «Nur zum Teil», sagt Versicherungsfachmann Ruedi Ursenbacher. Die Antwort hänge von drei Faktoren ab: von der persönlichen ­Lebenssituation, vom Sicherheitsbedürfnis und vom Budget. «Ein junger Single ohne Unterhaltspflichten kann sich – überspitzt formuliert – sagen: ‹Nach mir die Sintflut›», so Ursenbacher. Wird er invalid, kommen die obligatorischen Sozialversicherungen fürs Nötigste auf, dazu gibts Ergänzungsleistungen.

Wirklich nötig sind nur Versicherungen gegen Risiken, die existenzbedrohend sind oder das Budget aus dem Gleichgewicht bringen. Was man hingegen selber tragen kann, muss nicht versichert werden.